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Teil 4: Technische Anfänge und eine „schicksalhafte“ Begegnung

Um mit dem Streamen anzufangen bedart es nicht besonders viel. Um es schnell und einfach zu haben, reicht es einen Twitch Account und eine PS4 zu haben. Man verknüpft den Twitch Account mit der Playstation und los gehts. Je professioneller man jedoch werden möchte, desto anspruchsvoller ist die Sache mit der Hardware. Zusätzlich ist es ratsam, eine Software wie einen Chatbot zu integrieren, der verschiedene Funktionen im Stream erfüllen kann und die Interaktionen mit den Zuschauern optimiert. Ich habe die ersten Wochen über die Playstation gestreamt, da ich erstmal gucken wollte, ob das Ganze überhaupt was für mich ist. 

Wenige Wochen später legte ich mir einen leistungsstarken Laptop zu, über den ich dann den Chatbot „Ankhbot“ laufen lies. Ich habe im Internet sehr viel über die verschiedenen Bots gelesen und mir einen Haufen Tutorials bei Youtube angeguckt. Über eine Website, die sich auf den Ankhbot spezialisierte lernte ich Gerit kennen, der mich sowohl in Sachen Laptop beriet, als auch sehr bei der Einstellung des Bots geholfen hat. Gerits Website findet ihr im Übrigen hier. Besonderer Dank geht nochmals an Ihn, da er sich sehr viel Zeit genommen hat um mich zu supporten. Er ist jedoch nicht die „schicksalhafte“ Begegnung die ich oben erwähnte. Diese kommt etwas später. 

Also Bot und Stream liefen soweit, wohl wissend, dass der Laptop nicht die optimalste technische Lösung ist, um einen Gang rauf zu schalten. Zudem erweiterte ich mein Softwarepaket mit OBS und meine Hardware um eine Elgato HD60S.

mein erstes Overlay

Zur Info: Die Elgato überträgt Bild und den Ton von der Playstation auf den PC (Laptop). OBS ist ein Programm, dass es ermöglicht das Spiel an Twitch zu übertragen UND das Bild zu personalisieren indem man Bilder etc hinzufügt. Technisch möchte ich nicht weiter ins Detail gehen, aber bis alles richtig rund lief vergingen einige Wochen, mit Videosudien bei Youtube, viel ausprobieren und Feineinstellungen, um die Übertragung in bestmöglicher Qualität liefern zu können. 

Dann kam der eine Morgen…

Ich kann mich leider nicht mehr so ganz daran erinnern wann es genau war, aber es muss Anfang 2017 gewesen sein. Wir befanden uns bereits als Viermann-Team im 6 vs 6 PVP Modus und die Runde war gerade zu Ende, als im Chat jemand mit dem Namen „Madeintirol“ fragte, ob er mitmachen könne. Klar wir hatten ja noch 2 Plätze frei und so lud ich ihn ein. Er trat unserem Team bei und ein junger Spieler aus unserem Team erspähte den Clannamen „Niederroler“. Dieser Jungspund fragte mit aufgebrachter Stimme, als hätte er einen Popstar getroffen: „Bist du der eeeecchhhhteeee Niederroler“. Madeintirol antwortete mit stoischer Ruhe und etwas wortkarg: „Jo“.  Der Junge entgegnete: „Echt jetzt? Wahnsinn!!!!! Darf ich dir eine Freundschaftsanfrage schicken?“ Tirol wieder wortkarg: „Jo aber bitte schreib mir nicht ständig“. Der Junge: „Man wenn ich das gleich in der Schule erzähle, dass ich mit Niederroler befreundet bin. Wahnsinn!“

Ich habe dann als Schnellchecker gemerkt: „Wow der ist wohl bekannt, hmmm.“ Ich habe Mikey, so heisst der „Madeintirol“ mit bürgerlichem Namen, noch ein wenig kennengelernt und merkte schnell, dass hinter der wortkargen Schale ein echt netter Typ steckt. Er klärte mich dann auch auf was hinter Niederroler steckt. Hier der Link zur FB-Seite der Jungs. In Kurzform handelt es sich um einen Team von mehreren guten PVP-Spielern, das damals eine sehr gute Helpline im PVP – Bereich betrieben hat. Der Stream war sehr erfolgreich und bei den meisten Destiny Spieler sehr bekannt und beliebt. 

Wie ihr wisst, lag mein Schwerpunkt damals nicht in Bereich PVP. Da ich meiner kleinen Community allerdings auch dort ein wenig Hilfe anbieten wollte, frage ich bei meinem neuen Freund Mikey an, ob er sich vorstellen könnte mit mir eine kleine Kooperation zu starten. Er versprach mit das mit seinen Admins zu besprechen und stelle mir im Anschluss dann den Thorsten (Deatchmatcher 11) vor. 

Zum Hintergrund: Niederroler half Spielern bei einem wöchentlich wiederkehrenden, zeitlich befristeten Event außergewöhnliche Ziele zu erreichen. Es handelt sich um die von Fr. Abend bis Di. Mittag stattfindenden „Prüfungen von Osiris“. Wenn man 9 Siege in Folge erreicht hat, bekam man besondere Belohnungen, die nicht jedermann zugänglich waren. Niederroler waren darin besonders gut. Sie verlosten über Ihren Chat Teilnahmeplätze für Follower. Es war ein sehr gut funktionierender „Dienstleistungs-Hilfe“-Stream. 

Ich schlug vor, dass ich 1-2 Startplätze für meine Community verlosen könnte, noch bevor das Event freitags Abend startet, also quasi in meinem Nachmittagsstream. Niederroler willigten ein und somit hatte ich als kleiner PVE-Streamer die einmalige Chance Teilnahmeplätze bei den bekannten Topstreamern zu verlosen. 

Ich als Vorgruppe – danach die Profis 🙂

Werblich war das schnell konzeptioniert und kommuniziert. Der Stream füllte sich aufgrund der Verlosungen wöchentlich mehr und mehr. Dieses Konzept lies sich natürlich auch auf andere gute PVP Streamer übertragen. So sprach ich die Leute dann einfach an. Einige reagierten gar nicht oder sagten ab. Andere sagten jedoch zu, wie z. B. Trustmihi, Goal1905, xNoAim, LewisDean1506, Toxxicviper usw. So wuchs mein Netzwerk immer weiter an. In der Spitze konnte ich dann teilweise bis zu 15 Tickets fürs Wochenende bei den größten Streamern des deutschsprachigen PVP Bereichs verlosen. Die Zuschauer fanden es super. Und alles nur weil Mikey einfach mal bei mir mitspielen wollte. 

Was die Zusammenarbeit mit Niederroler auf ein noch viel höheres Niveau hob, erfahrt ihr beim nächsten Mal….

Teil 3: Werbung

Wenn man ein solches Projekt startet ist es wichtig, dass  man seine Zielgruppe darüber informiert. Doch wie erreicht man die Zielgruppe am besten bzw. wie unterscheidet man sich von den anderen Streamern? Wie baut man einen Bekanntheitsgrad auf? Dieses Problem wollte ich mit einer strategischen Werbung angehen. 

Wie definiere ich die Zielgruppe?

Die Zielgruppe sind im Prinzip alle Spieler des Spiels „Destiny“ welches ja der Zentrale Programmpunkt sein sollte. Jeder, der dieses Spiel spielt hat zwangsläufig auch eine Affinität zu den Spielinhalten. 

Wo finde ich die Zielgruppe?

Das Spiel war auch in den sozialen Medien äußerst beliebt. Facebookgruppen wuchsen und zwei Gruppen entwickelten sich zu den „Marktführern“. Ich weiß nicht mehr genau wie viele Mitglieder damals in den Gruppen waren, aber heute sind es rund 60.000 in der einen und 35.000 in der anderen Gruppe. In Summe sind es fast 100.000 Personen, die sich für dieses Spiel interessieren.  Schnell war klar: Hier muss ich werben. 

Wie werbe ich richtig?

Für mich war die Streaming Welt natürlich vollkommen neu. Daher habe ich erstmal ein wenig beobachtet und in den Gruppen recherchiert, wie denn andere Streamer werben. Wenn die Streams überhaupt beworben wurden, dann doch sehr sehr laienhaft, wie z. B. „Ich bin on. Komm vorbei! www.twitch.tv/…..“ Schnell war mit klar: Das kann ich besser!

Ich habe mir eine kleine Formel für die Bewerbung des Streams erstellt: Eyecatcher (Bild) + kurzer Text/Geschichte + Link zum Kanal

Die Texte sollten, kurz, witzig, absprechend und spielbezogen sein. Das Bild einfache ein Hingucker. Der Rest ist ein wenig Glückssache, da man auch immer den Geschmack des Empfängers treffen muss. 

So sollte jedenfalls gestartet werden und ich wollte Woche für Woche dazulernen, mich verbessern und einfach mal gucken was passiert. Ein paar alte Bilder, die ich zur Streambewerbung genutzt habe findet ihr unter dem Text. Wichtige war mir natürlich die Sache auch so persönlich wie möglich zu machen, daher war ich anfangs auch gerne selbst mit auf dem Bild. Das hat sich im Laufe der Zeit jedoch auch dann etwas gelegt, nachdem ich die Strategie etwas geändert bzw optimiert hatte. 

Die Werbung funktionierte – der Frühstream lief gut an

Natürlich lief nicht alles immer rund. Aber der Frühstream etablierte sich. Wie ich durch eine zufällige Bekanntschaft meine Reichweite plötzlich deutlich steigern konnte erfahrt ihr im Teil 4. 

 

Teil 2: Masterplan oder dumme Idee?

Jeder, der mich kennt weiß, dass ich Dinge gerne koordiniert und durchdacht angehe. Daher machte ich mir damals schon Gedanken über Ziele,  Strategien und Zweck meines Streams. Meine zentralen Fragen waren: Wie finde ich die Nische, die noch keiner füllt? Was ist die beste Uhrzeit für mich? Welche Zielgruppe habe ich? Wo liegen meine Stärken?

Ich spielte zum Zeitpunkt meines Starts bereits 2 Jahre das Spiel „Destiny“ und konnte im PVE-Bereich nahezu alles blind. Was PVE ist könnt ihr hier nachlesen. Hier lag meine Stärke und ich beschloss eine Art Helpline für andere, weniger erfahrene Spieler anzubieten, die dann mit mir gemeinsam Abenteuer und Missionen im Spiel erledigen konnten. Einen Veteran an seiner Seite zu haben, macht einiges leichter. Inspiriert haben mich damals die Helplines im PVP. Dort gab es Topspieler, die als Experten anderen, weniger starken Spielern zu Erfolgen verholfen haben. Aufgrund mangelnder Spielstärke kam das für mich jedoch nicht in Frage, da dies halt einfach nicht mein Spielschwerpunkt war. 

Somit war der Zweck meines Streams schnell gefunden: Anderen helfen und schwächere Spieler unterstützen. 

Dennoch stellte sich die Frage des optimalen Zeitpunkts. Zur Primetime (Abends von 18 bis 21 Uhr) beherrschten die großen und bekannten Streamer das Feld. Mir kam die Idee eine Art Frühstream zu starten, ähnlich dem Frühstücksfernsehn im TV. Da war das Feld für mich nahezu frei. Welcher Depp streamt schon ab 5 Uhr morgens 🙂 Naja no Risk no Fun. Einfach mal testen, ändern kann man es immer noch… Der Name der morgendlichen Sendung war auch schnell gefunden: „Kaffee, Brötchen, Destiny“….

Also die Uhrzeit war auch gefunden. Morgens von 5 bis 7:30 Uhr vor der Arbeit. 

Im Prinzip fuhr ich immer gerne zweigleisig. Das bedeutet: die tägliche Sendung morgens war fix. Das Abendprogramm wurde gestartet, sofern man sich morgens bzw über den Tag hinweg mit Spielern für die Helpline verabredet hatte. Mit anderen Worten: Gab es Bedarf wurde auch abends gestreamt, wenn nicht habe ich das Feld den größeren Streamern überlassen. 

Teil 1: Twitch-Stream-Zocken… Was n das?

Meine Leidenschaft neben dem Reisen und dem Fitnesssport ist das Gaming und das vornehmlich an der Playsi. Im September 2014 entdeckte ich die Welt des Onlinegamings und kam im Jahr darauf zum ersten Mal mit der Streamingplattform twitch.tv in Kontakt. Im ersten Schritt natürlich erstmal als Zuschauer. Erstmal…

Ich schaute mir Streamer an, die in der Regel das Spiel zeigen, dass mich auch gerade besonders interessiere, Destiny. Ich fand die Sache ziemlich interessant, auch wenn ich verschiedene Streams eher beeindruckend fand, weil die Jungs und Mädels richtig gut waren. Die Unterhaltung und der klassische Entertainmentfaktor definierte sich jedoch nur über das können und nicht durch Kreativität.

Nun gut… Es war schon beeindruckend, dass diese Kanäle zwischen 50 und 150 Zuschauer hatten. Ich war nach wie vor Zuschauer und fand mehr und mehr Spaß am Onlinegaming.

Hier findet ihr alle Infos zu Twitch.

Next Step: eigener Kanal muss her

Im November 2016 entschloss ich mich dann dazu auf die „andere Seite“ zu wechseln und selbst zu streamen. So gründete ich den Kanal mit dem Namen „HellitheHell“ und zeigte live im Internet meine Zockerqualitäten. Da ich hauptberuflich in der Werbung tätig bin, musste ich natürlich ein Konzept haben. Es stellte sich schnell die Frage: „Ey wie kriege ich eigentlich Zuschauer in meinen Kanal?“

Denn sind wir mal ehrlich, ohne Publikum ist man ein einsamer Cowboy. Da dies nicht im Sinne des Erfinders ist, musste ein Plan her. 

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