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Seychellen 18.11. bis 3.12.2014

Reiseführer Sonnenbrille Planung Reiseplanung
Urlaubsplanung

Vor diesem Urlaub stellte sich zuerst die Frage: Wo soll es überhaupt hingehen? Zur Auswahl standen Seychellen, Mauritius und ein zweites Mal die Malediven. Intensive Internetrecherchen und Reiseberichte sowie Erzählungen von Freunden, die bereits auf Mauritius waren, ließ dieses Ziel schnell zur Nebensache werden. Also Malediven oder Seychellen, zwei Ziele, die auf den ersten Blick ähnlich zu sein scheinen, aber bei genauerer Betrachtung völlig unterschiedlich sind. Letztendlich war der unschlagbare Preis für die Seychellen auschlaggebend und: die Tatsache, dass wir dort noch nicht waren.

Wir haben über den Internetanbieter my-seychelles.net gebucht, welcher absolut empfehlenswert ist. Unser Ansprechpartner schneiderte eine Inselhopping-Reise ganz auf unsere Wünsche zu. Wir wählten die Unterkünfte aus dem Sortiment – dazu später mehr – sowie die Dauer des Aufenthaltes auf den einzelnen Inseln. Bei den Unterkünften kann man zwischen Gästehäusern und kleinen Hotels, Self-Catering-Unterkünften, großen, komfortablen oder luxuriösen Hotels auswählen. Alle Infos dazu hier

Wir entschieden uns für Gästehäuser. Damit hatten wir in Südafrika schon die besten Erfahrungen gemacht. In einem Gästehaus ist man nicht einfach nur eine Nummer, wie es in größeren Hotels der Fall ist. Man ist Kunde und Gast und alles ist etwas persönlicher, ja fast schon freundschaftlich und herzlicher, weil die Zimmeranzahl natürlich viel geringer ist. Da ist man mit den Gastgebern schnell per Du und bekommt den einen oder anderen wertvollen Tipp. Wir entschieden uns für 5 Tage auf Mahé, 4 Tage auf Praslin und 5 Tage auf La Digue und GENAU IN DER REIHENFOLGE ist es perfekt. Das ist wirklich wichtig!

Beau Vallon Beach
Beau Vallon Beach

Denn: Mahé ist die größte Insel aber auch die unspektakulärste Insel, wenn man die anderen bereits zuvor gesehen hat!! Die meisten Reiseunternehmen empfehlen die Reihenfolge: Praslin, La Digue und Mahé. Das macht es an sich für die Rückreise etwas entspannter, da sich der Flughafen auf Mahé befindet und man so nicht auf die Zeiten der Fähren angewiesen ist. Beendet man die Reise jedoch auf der Hauptinsel, ist man vom dortigen Flair nicht mehr so beeindruckt, weil man eben schon Schöneres gesehen hat. Deshalb kann ich Euch nur raten, die schönste Insel, La Digue, bis zum Schluss aufzuheben. Glaubt mir, wir haben viele Paare auf unserer Reise getroffen, die zum Schluss auf Mahé waren und alle bereuten diese Entscheidung. Also klare Empfehlung: Mahé, Praslin, La Digue .

Unser Reisepreis lag bei 15 Tagen, mit Flug, drei Gästehäusern mit Frühstück, den Fährenpreisen von Mahé nach Praslin, von Praslin nach La Digue und zurück, dem Transfer vom Flughafen zur Unterkunft auf Mahé, denTransfer von den Häfen zu den Unterkünften und zurück sowie vom Hafen Mahé zum Flughafen bei 1850 Euro pro Person. Konnten wir erst gar nicht glauben, hatte aber seine Richtigkeit. Wir sind mit Emirates, unserer Lieblings- Fluggesellschaft, von Düsseldorf bis Dubai und von dort auf die Seychellen geflogen. Es gab zwar schon ausreichend Infomaterial vom Reiseanbieter, ich habe zur Vorbereitung gleich zwei Reiseführer zugelegt. Alle Infos dazu findet ihr hier. Der von Polyglott reicht aber, die Flipmap ist sehr hilfreich

Nun zu den Inseldetails:

Mahé

Wir hatten uns für das Gästehaus Ocean View Guesthouse entschieden. Es war von den dreien die einfachste Unterkunft. Uns hatten letztendlich aber die positiven Bewertungen auf den gängigen Portalen überzeugt. Die Lage in Bel Ombre ist praktisch, jedoch nicht allzu schön, in einem Wohngebiet gelegen. Es ist aber alles recht schnell mit dem Auto zu erreichen. Ein kleiner und schöner Strandabschnitt ist fußläufig in 2 Minuten zu finden. Victoria erreicht man in 10 Minuten Autofahrt, Beau Vallon, der bekannteste Strand auf Mahé in 5 Minuten und den Flughafen in 20 Minuten. Mehr Infos hier

Ein Auto ist ein absolutes Muss! Wir mussten lediglich die Chefin unseres Gästehauses ansprechen, und sie kümmerte sich! Ein Navi ist nicht notwendig. Eine Karte und ein bisschen Geduld reicht aus . Der Preis für einen Mietwagen lag bei 35 Euro/Tag. Das ist allerdings auch schon wieder 4 Jahre her. Ein Kleinwagen ist völlig ausreichend. Die Straßenverhältnisse dort sind nicht die besten, noch schlimmer ist jedoch die Fahrweise der Einheimischen.

Ausblick über Mahé
Ausblick über Mahé

Generell ist zu sagen, dass alle Strände auf den Seychellen einfach schön sind. Manche sind einfach nur schön, viele schöner, einige traumhaft und wieder andere einfach atemberaubend. Und oft dachten wir, schöner geht nicht mehr … doch, geht! Strand ist hier noch lange nicht gleich Strand. So unterschiedlich schöne Strände haben wir noch nirgendwo gesehen und egal in welches Land und an welchen noch so hochgepriesenen Strand wir nach diesem Urlaub gefahren sind, nie wieder waren wir so geflasht. Von daher, schaut euch so viele Strände dort an, wie möglich. Jeder ist anders und jeder hat seinen eigenen Charme und seine eigene Besonderheit. Aber seid nicht verwundert, wenn euch nach diesem Urlaub kein Strand mehr so begeistert.

Folgende Dinge sind auf Mahé zu empfehlen:

1. Inselrundfahrt

Entweder komplett an einem Tag (dann seid ihr mit dem ein oder andern Stopp an den Buchten auch den ganzen Tag unterwegs) oder wenn ihr es etwas entspannter angehen wollt, würde ich an einem Tag den Norden und an einem anderen Tag in Ruhe den Süden zu erkunden.

Der nördliche Teil von Mahé:

Hier wäre der Wasserfall Sauzier einen Besuch wert. Wir waren selber leider nicht dort, aber wur haben nur vor Ort von anderen Urlaubern nur Gutes gehört.

Sonnenuntergang Beau Vallon Beach
Sonnenuntergang Beau Vallon Beach

Der bekannte Strand Beau Vallon Bay, wird in den Reiseführern als einer der schönsten Strände angepriesen. Da können wir überhaupt nicht zustimmen. Es gibt weitaus schöner Strände auf den Seychellen. Dort ist das meiste los und Treffpunkt der Einheimischen und Touris. Am Strand ist teilweise sehr viel Seegras. Die Sonnenuntergänge sind allerdings traumhaft. Hier kann man im Restaurant Boat House (siehe unten) den Tag ausklingen lassen. An einem Tag in der Woche – mittwochs -, ist an der Beau Vallon Bay abends ein netter Markt. Das lohnt sich, man kann dort für kleines Geld einheimische Speisen testen.

Der südliche Teil von Mahé:

Die Strände Anse Royale im Osten sowie Police Bay ganz im Süden, sind einen Stopp wert. Police Bay ist eine raue und wilde Bucht und nicht zum Baden geeignet. Die Wellen sind sehr hoch und die Strömung zu stark. Generell ist es wirklich wichtig, auf die Warnschilder bzgl. der aktuellen Strömungssituation an den Stränden zu achten. Es besteht dann auch tatsächlich Lebensgefahr. Wir waren verwundert, wie viele Touris trotz Warnung im Wasser waren.

Unsere Favoriten waren allerdings die Anse Intendance im Süden und die Anse Takamaka im Südwesten. Hier lässt es sich gut aushalten und man kann irgendwie gar nicht fassen, was es doch für schöne Strände gibt.

Wir sind anschließend noch zur Petite Anse Südosten der Insel gefahren. Auch wunderschöne Strände, aber etwas schwierig zu erreichen. Die Straßen dorthin sind sehr eng. In der Nähe liegt die und Anse Soleil, bis dorthin sind aufgrund der nervigen Strecke leider nicht mehr gekommen. Ebenfalls in der Nähe befindet sich die Gand Anse. Hier kann man mal stoppen, muss man aber nicht. Schwimmen ist aufgrund der Strömung nicht möglich.

Bei der Inselrundfahrt führt der Weg durch das Hochland über die Sans Souci Road zwischen Teeplantagen und Dschungel. Sie ist leicht zu verfehlen, aber für die Umrundung notwendig. Die Straße ist schon sehr kurvenreich. An der Sans Souci Road befindet sich eine Tea Factory, die auch Führungen anbietet. Das haben wir uns aber gespart. Wir haben dort nur die Aussicht genossen und Tee gekauft. Besonders lecker war der allerdings nicht. Dann gibt es dort noch den Aussichtspunkt von der Mission Lodge. Von dort hat man einen wunderbaren Blick über den Süden der Insel. Von der SSR gehen schöne Wanderwege ab, dazu aber später mehr.

2. Wanderung zur Anse Major – für uns der schönste Strand auf Mahé

Anse Major Mahe Seychellen
Anse Major

Man sollte zeitig aufbrechen, da der Trail meist in der prallen Sonne verläuft. Genügend Wasser und Proviant sind besonders wichtig. Am Strand gibt’s ein Taxi Boot (allerdings bis Beau Vallon), falls man nicht zurücklaufen möchte. Aber ich denke, dass kommt bei dieser schönen Natur eigentlich nicht in Frage.

An der Ortschaft Bel Ombre vorbei bis Danzilles (hier steht auch links ein schickes großes Restaurant, das „La Scala“ – nicht zu verfehlen. Das soll eines der besten Restaurants auf Mahé sein, aber auch das teuerste. Wir waren allerdings nicht da), weiter an einer Bushaltestelle vorbei, bis sich die Straße gabelt. Da hält man sich rechts. Bis da kann man auf jeden Fall mit dem Auto fahren, evtl. auch noch ein Stückchen weiter. Am Straßenrand kann man parken und dann wandert in Richtung Anse Major. Es ist eigentlich nicht zu verfehlen. Anse Major hat zwei Buchten. Die hintere, bzw. zweite ist schöner!! Beide sind zum Schnorcheln geeignet. Viele Touristen kommen nicht dorthin, wir waren teilweise sogar alleine dort. Weil wir es so schön dort fanden, haben wir Hin- und Rückweg sogar zweimal auf uns genommen. Es lohnt sich, versprochen.

3. Hauptstadt Victoria

Victoria Clock Tower
Victoria Clock Tower

Eine Besichtigung der Hauptstadt und des bekannten Victoria Clock Tower ist Pflicht. Es soll sich angeblich um die kleinste Hauptstadt der Welt handelt. Wir waren einen Morgen auf dem Sir Selwyn Selwyn Clarke Market. Laut Reiseführer sollte man um 6 Uhr da sein, um rechtzeitig dort zu sein, wenn das bunte Treiben losgeht. Pünktlich um 5 Uhr ging der Wecker und wir machten uns mit dem Auto auf den Weg. Viel zu früh. Da war keine Menschenseele. Nach und nach trudelten die Einheimischen ein und bauten ihre Stände auf. Wir waren auf jeden Fall schon mal die einzigen Touris dort und wussten nicht so richtig was wir machen sollten. Geschäfte, Cafés etc waren noch nicht geöffnet, also hieß es, zwei Stunden die Zeit totzuschlagen, denn so zwischen 8 und 9 Uhr begann das Leben dort. Um 10 Uhr dort zu sein, hätte auch völlig ausgereicht. Oberhalb der Marktstände sind in der Markthalle nette Souvenirgeschäfte. Man kann den Markt besuchen, muss man aber nicht. Wir fanden es allerdings ganz schön, mal das Leben der Einheimischen zu beobachten. Ab ca. 17 Uhr waren die meisten Geschäfte dann schon wieder geschlossen.

Desweiteren könnt ihr euch noch den Hindutempel Mitten in Victoria anschauen. Die einmalige Fassade ist schon ein Hingucker und ein beliebtes Fotomotiv!

4. Wanderstrecken

Trois Frères Trail Seychellen Mahe
Trois Frères Trail

Hier ist der Trois Frères Trail (geht von der Sans Souci Road ab) sehr zu empfehlen. Der Beginn des Weges ist schwer zu finden, sieht nämlich aus wie eine Hofeinfahrt. Man erkennt ihr letztendlich an einer Wanderkarte die am Straßenrand steht. Die „Hofeinfahrt“ – wenn ihr von oben kommt – rechts reinfahren und dann kommt der Parkplatz. Die Wanderung geht durch den Morne Seychellois Nationalpark und führt zu einem tollen Plateau. Die Strecke ist nicht sehr anstrengend. Ich glaube wir waren so ein Stündchen pro Wegstrecke unterwegs. Vom Plateau hat man einen wunderbaren Ausblick und man kann hoch oben das Gipfelkreuz des Morne Seychellois sehen. Früher gab es einen Wanderweg dort hin. Der Weg ist auch noch zu erahnen, soll aber sehr anspruchsvoll sein und man sollte ca. 6 Stunden einplanen. Es wird empfohlen, sich hierfür einen ortskundigen Führer zu suchen.

Copolia Trail Mahe Seychellen
Copolia Trail

Anschließend sind wir den Copolia-Trail gewandert. Er liegt einige Meter hinter dem Trois Frères Trail und dann aber auf der linken Seite. Er ist durch ein grünes Hinweisschild gut erkennbar. Parken kann man an der Mauer am Straßenrand davor. Der Trail führt etwas steiler zum Copolia Plateau. Die Aussicht ist ähnlich wie Trois Frères, der Weg dorthin aber anspruchsvoller.

Ich kann gar nicht sagen, welcher Trail schöner ist … wir haben beide hintereinander gemacht. Das ging auch. Wenn ihr es etwas anspruchsvoller mögt, dann wählt den Copolia Trail.

Verpflegung mitnehmen nicht vergessen!

5. Restaurants

Wir haben einmal im bekannten Marie Antoinette Restaurant nähe Victoria gegessen. Hier gibt es ein kreolisches Menü. Das Restaurant ist nicht ganz billig, aber es war sehr lecker und unsere erste Begegnung mit kreolischen Speisen. Marie Antoinette wird in Reiseführern und damals auch in Internetbewertungen als eines der besten Restaurants auf Mahé angegeben, das können wir jetzt so nicht so ganz bestätigen. Marie Antoinette ist aber auf jeden Fall einen Besuch wert.

Das Boat House in Beau Vallon ist zum Bierchen oder Cocktail trinken abends echt schön. Kreolisches Buffet kann man ausprobieren, muss man aber nicht. Hier gab es von allen Restaurants, in denen wir auf Mahé waren das Essen, das uns am wenigsten zugesagt hat.

Die Boabab Pizzeria in Beau Vallon liegt schräg gegenüber vom Boat House (nicht direkt daneben, da ist nämlich auch eine Pizzeria) direkt am Strand in einem weißen Haus. Hier haben wir zweimal sehr sehr leckere und günstige Pizza gegessen. Das Reataurant ist wirklich empfehlenswert, aber man braucht etwas Geduld, bis das Essen da ist.

Die Restaurants auf den Seychellen haben mittags meistens geschlossen. Da solltet man sich vorher im Internet oder im Reiseführer informieren, wie die Öffnungszeiten sind! Und generell sind Tischreservierungen zu empfehlen.

Bier Tipp: Sey Brews . Sehr lecker und günstig, wird aber mittags nicht verkauft.

Praslin

Grande Anse Praslin Seychellen
Grande Anse

Hier haben wir uns für das Gästehaus Amitié Chalets entschieden. Diese Unterkunft besteht mehreren kleinen Bungalows in einem wunderschönen Garten direkt am längsten Strand von Praslin, der Grande Anse. Im Örtchen nebenan gibt es einige gute Restaurant, Einkaufsmöglichkeiten und kleiner Supermärkte. Mehr Infos unter hier 

Ein Auto ist auf Praslin zu empfehlen!!! Auch hier kümmern sich in der Regel die Leute aus den Unterkünften! Alternativ: Bus fahren. Die Busse fahren gefühlt nach Belieben, auf die Fahrpläne ist meist kein Verlass. Auf die letzte Fahrt achten!!! Diese ist meist am frühen Abend!

Wenn eure Unterkunft an der Grand Anse oder der Anse Kerlan liegt, habt ihr die den besten Blick auf den Sonnenuntergang.

1. Strände

Anse Lazio Seychellen Praslin
Anse Lazio

Die Anse Lazio im Norden der Insel ist der schönste Strand auf dem Praslin mit dem weichsten Sand, wie Puderzucker. Der Bilderbuchstrand ist zum Schnorcheln geeignet. Es gibt mehrere kleinere und größere Buchten. In der Umgebung befinden sich auch einige Bars (Empfehlung Honesty Bar! siehe unten) und das ein oder andere Restaurant. An der Anse Lazio gab es in der Vergangenheit zwei tödliche Haiangriffe – also ein wenig Obacht, aber bitte keine Panik!

Die Anse Georgette, ist nur über den Golfplatz des Lemuria Golf Resorts im Norden der Insel zu erreichen und man muss sich vorher anmelden. Dazu fragt vielleicht mal in eurer Unterkunft nach. Wir waren selber nicht an der Anse Georgette. Man sollte frühzeitig aufbrechen!! Es gibt wohl nicht viele Schattenplätze und der Weg dorthin dauert ca. eine Stunde. Es soll sich aber lohnen, so berichteten uns andere Besucher.

Die Grand Anse, ist der einsamste Strand. Dort ist es zum Sonnenuntergang fantastisch, aber zum Schnorcheln und Schwimmen eher weniger geeignet.

Die Anse Volbert ist das „Zentrum“ von Praslin, hier reihen sich einige nette Restaurant aneinander. Um mal wieder der Zivilisation nah zu sein ist es ganz ok .

2. Ausflug zum Nationalpark Curieuse Island

Ausflüge dorthin werden überall angeboten. Wir haben es bei dem Besitzer der Beach Villas gebucht (ca. 90 Euro, incl. Barbecue auf Curieuse). Unsere Gästehausbetreiber des Amitié Chalets sind familiär mit den Betreibern von den Beach Villas verwurzelt und beide Gästehäuser liegen nebeneinander. Da bot sich das einfach an. Der Betreiber spricht deutsch, hat sein eigenes Boot und nimmt eine kleine Gruppe mit. Der Ausflug ist bei einheimischen Anbietern vielleicht etwas günstiger, dafür sind evtl. auch mehr Leute an Bord und die Tour wird auf Englisch begleitet. An der Insel St. Pierre wird ein Schnorchelstopp eingelegt.

St. Pierre Island Schnorcheln
St. Pierre Island

Schnorchelausrüstung ist bereits an Bord, wir hatten unsere eigene mit. St. Pierre ist wirklich wunderschön. Die kleine Insel muss man gesehen haben. In der Schnorchelumgebung gibt es viele Fische, Schildkröten, Oktopusse und ein kleiner Hai hat dort sein Revier. Den Hai findet man wohl meist, wenn man um einen kleinen Felsen schnorchelt. Vor uns hatte er sich leider versteckt. Nach einem Stopp von ca. einer Stunde geht es weiter zur Insel Curieuse. Dort leben viele Riesenschildkröten, die man füttern und streicheln kann. Nach dem Barbeque inmitten der Riesenschildkröten-Herde wandert man ca. ½ bis 1 Stunde auf die andere Seite der Insel und erfährt etwas über die dortige Natur, die vorhandenen Gewürze und Tiere. Von der anderen Inselseite geht es dann wieder zurück. Badesachen einpacken, evtl. bleibt noch Zeit zum Plantschen. Wir waren von morgens bis nachmittags unterwegs. Die Tour hat sich wirklich gelohnt.

Die Beach Villas haben auf uns auch einen guten Eindruck gemacht. Mehr Infos hier 

3. Wanderstrecken

Wir müssen gestehen, wir sind gar nicht mehr viel auf Praslin gewandert. Uns wurde von anderen Urlaubern der Salazie Track empfohlen. Wir haben es aber auch zeitlich nicht mehr geschafft, bzw. wollten den Tag lieber an Anse Lazio verbringen! Die Wanderzeit soll so 2-3 Stunden betragen

Die Wanderung zur Anse Georgette habe ich ja bereits oben schon erwähnt. Wenn wir nochmal auf die Seychellen fliegen – und das werden wir – steht diese Wanderung an oberster Stelle auf der To-Do Liste.

Schildkröten Seychellen Praslin
Schildkröten trifft man überall

Ein Besuch im Vallée de Mai Nationalpark ist eigentlich ein Muss, weil es DIE Attraktion auf den Seychellen ist. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass sich dieser Ausflug nur als geführte Tour mit Guide lohnt. Wir sind alleine in ca. 2 Stunden durch den Park gelaufen und haben außer einem Vogel nicht viel entdeckt – man kann sich das anschauen, verpasst aber auch nichts, wenn man es nicht macht. Man sollte so 2-4 Stunden für eine Tour einplanen, wenn man den Park selbständig erkundet. Der Eintritt in den Park kostet ca. 25 Euro. Bei einer geführten Tour kommen da natürlich noch Zusatzkosten auf hinzu. Im Vallée kann man die Coco de Mer Nuss bestaunen und auch anfassen. Bei dieser Kokosnuss handelt es sich um die größte Nuss der Welt, die auch nur auf den Seychellen wächst. Wer die Coco de Mer als Andenken mit nach Deutschland nehmen möchte, muss mit etwa 200 Euro nicht nur tief in die Tasche greifen, sondern benötigt dafür auch eine Lizenz. Diese gibt es nur an offiziellen Verkaufsstellen, wie beispielsweise im Vallée de Mai oder ein paar wenigen Souvenirläden.

Es soll außerdem noch einen Wanderweg von Anse Lazio zur Anse Georgette geben. Wir haben mal versucht diesen Weg zu finden. Hinter Anse Lazio geht tatsächlich ein guter Wanderweg entlang. Die Strecke soll aber recht lang sein, so ca. 2-4 Stunden. Wir sind aber nach einiger Zeit umgekehrt, da es an dem Tag so heiß war und wir nicht genügend Proviant dabei hatten. Wir wussten auch einfach nicht, wo wir genau enden werden. Die Anse Lazio ist über die Anse Volbert mit Auto und Bus gut zu erreichen. Die Anse Georgette ist wie oben beschrieben über den Golfplatz des Resorts von der Anse Kerlan aus gut zu finden.

4. Restaurants / Bars

Es gibt einige Take Aways, die wir auf Praslin nicht testen konnten, da sie immer geschlossen hatten, wenn wir Hunger hatten. Häufig muss jedoch auch ein Tisch vorbestellt werden (auch im Gästehaus fragen).

Zweimal waren wir im Gästehaus „Beach Villas“ zum Abendessen. Das ist natürlich empfehlenswert, wenn ihr eh in der Nähe untergebracht seid. Vorbestellung nötig, einfach mal die Leute eurer Unterkunft ansprechen. Aufgrund der familiären Verbindung war das in den Amitié Chalets völlig unproblematisch. Das Essen war ausgesprochen lecker.

Das Capricorn an der Anse Kerlan haben wir auch getestet. Teurer, schicker, aber gut.

Ebenfalls ausprobiert haben wir das Da Luca an der Anse Volbert. Das Da Luca ist ein italienisches Restaurant. Es gibt sehr leckere Pizza und grandiosen Fisch. Lasst die Finger weg vom Krabben Curry. Das war echt nicht schön anzusehen und auch überhaupt nicht lecker.

Honesty Bar Seychellen Praslin
Honesty Bar

Die Honesty Bar, die Bar des Vertrauens, ist ein absolut verrückt und da muss man einfach mal gewesen sein. An einem Strandabschnitt der Anse Lazio ist die Bar ausgeschildert. Sie liegt aber sofort am Strand. Dort gibt’s nicht viel: keine anderen Menschen – meistens jedenfalls, meist auch keine Bedienung, nur ein paar Sitzmöglichkeiten mit Blick aufs Meer, einem Kühlschrank zur Selbstbedienung, eine Geldkassette für ehrliche Bezahler, eine Preisliste und ein Handy, falls man doch mal den Besitzer anrufen muss. Völlig verrückt und denkbar in Deutschland. Dort aber funktioniert das Ganze aber problemlos.

Auf Praslin gibt es die Black Pearl Ocean Farm, die man besichtigen kann. Dort wird Schmuck mit Muschelperlen hergestellt und auch verkauft. Wir waren nicht dort, aber vielleicht wäre das was für euch.

La Digue

Wir hatten uns die Pension Michel ausgesucht. Hierbei handelt es sich um ein familiengeführtes Gästehaus mit acht Zimmern in ruhiger aber dennoch zentraler Lage. Sie ist idealer Ausgangspunkt, um die Insel zu erkunden. Mehr Infos hier 

Augen auf beim Fahrradverleih!
Augen auf beim Fahrradverleih!

Fahrräder ausleihen ist Pflicht! Autos gibt es fast keine, lediglich einige Taxen und Transferfahrzeuge. Hier sind es noch Ochsenkarren, die die Straßen unsicher machen. doch zurück zu den Drahteseln. Ihre Qualität ist oft katastrophal. Kettenrisse, Kettensprünge, Bremsausfälle sind quasi kostenlos im Mietpreis inbegriffen. Nicht selten mussten wir unterwegs anhalten und die Teile händisch und notdürftig reparieren.

Ochsenkarren auf La Digue
Ochsenkarren auf La Digue

Wir mussten die Räder mehrfach umtauschen, da immer was anderes defekt war. Berg hoch fahren war oft gar nicht möglich, sofort sprang die Kette ab. Auf La Digue gibt es übrigens die besten Souvenirläden . An der Küstenstraße findet ihr außerdem diverse kleine Stände an denen die Einheimischen frisch gepresste Säfte oder Milchshakes anbieten. Lecker!

1. Strände

Auf La Digue sind eigentlich alle Strände schön! Hier die schönsten:

Anse Patates La Dique Seychellen
Anse Patates

Die Anse Patates liegt direkt an der Küstenstraße im Norden und ist über eine kleine Treppe – am Patatran-Hotel vorbei – zu erreichen. Man schaut von der Straße geradewegs auf die Bucht. Sie ist ganz klein, aber wunderschön anzusehen.

Die Grand Anse muss man mal aufgrund der tollen Felsformationen gesehen haben. Zum Baden ist der Strand aber wegen starker Strömung eher ungeeignet.

Die Petite Anse ist von der Grand Anse über einen kleinen ausgeschilderten Pfad zu erreichen. Tipp: Lieber noch ein Stückchen weiter gehen zur Anse Cocos.

Anse Cocos La Dique Seychellen
Anse Cocos

Die Anse Cocos ist ein traumhafter, fast menschenleerer Strand. Sie ist von der Grand Anse über die Petite Anse zu erreichen – oder von der anderen Seite, siehe Tipp am Ende. Über Grand Anse / Petite Anse ein einfacher Wanderweg! An der Anse Cocos angekommen, an das andere Ende gehen, dort sind wundervolle Granitfelsen und eine tolle Bucht, inder man schön schnorcheln kann.

Anse Source d´Argent La Dique Seychellen
Anse Source d´Argent

Die Anse Source D’Argent im Union Estate Nationalpark kostet 5 Euro Eintritt und ist der außergewöhnlichste und schönste Strand, den wir je gesehen haben. Am besten schon früh morgens hin, dann ist noch wenig los und man kann sich das beste Schattenplätzchen aussuchen. Im Union Estate Park ist auch ein kleines Riesenschildkrötengehege. Es kann aber auch sein, dass euch auf La Digue die eine oder andere Riesenschildkröte auf der Straße begegnet!

Noch ein Tipp von uns:

Wenn ihr es ganz gewagt haben wollt:

Mit den Rädern die gesamte Ostküste entlang, bis zum Ende an der Anse Banane bzw. Anse Fourmis. Hier stellt ihr die Räder ab und geht ein Stück über die Steine ins Grün. Dort erahnt man schon den Weg, der mit Pfeilen auf den Granitsteinen ausgeschildert ist!!! Auch wenn es nicht so aussieht, dieser Weg führt zunächst zur Minibucht Anse Caiman (die ist echt wunderschön) und dann zur Anse Cocos.

Anse Cocos La Dique Seychellen
Anse Cocos

Das erste Drittel des „Weges“ ist wirklich anspruchsvoll, danach geht es dann etwas einfacher. Nehmt genug zu trinken mit, aber packt den Rucksack nicht zu voll, sonst stört er. Und ganz wichtig: feste Schuhe anziehen und nicht bei Regen oder drohendem Regen losgehen. Die Steine werden dann sehr rutschig. Ihr müsst ca. eine gute Stunde einplanen, wenn nicht sogar noch mehr und sucht immer nach den Pfeilen auf den Felsen … einen anderen Weg gibt es nicht. Dieser Weg ist aber wirklich nur mutigen und erfahrenen Wanderern zu empfehlen … wobei der Weg schon nicht mehr viel mit Wandern zu tun hat, nennen wir es Kraxeln und Klettern. Ich dachte zwischenzeitlich wirklich, wir wären verloren.

Solltet ihr das aber geschafft haben und es graut euch vor dem Rückweg: Der Rückweg ist auch, wie oben schon gesagt, über die Petit Anse und die Grand Anse möglich. Bedenkt nur, dass eure Räder dann an der ganz anderen Ecke der Insel stehen. Wir sind hin und zurück über diesen Weg (im Regen, und das war gefährlich) und wir waren danach echt fix und fertig. Haben aber auch die ein oder anderen Verrückten getroffen, die es auch ausprobiert haben. Also wenn ihr SEHR abenteuerlustig seid … Frohes Schaffen!!

2. Wanderungen

Nach dem Abenteuer mit der Anse Cocos waren wir durch mit dem Wandern. Auf unserer To-Do Liste stand aber noch die Wanderung zum N’id D‘Aigles Gipfel, dem höchsten Punkt auf La Digue (333m). Zeit: 3 Stunden. Man soll eine tolle Aussicht haben.

Wenn ihr mit einem ortskundigen Führer die Insel erkunden wollt, wird im Internet diese Seite hier empfohlen: https://www.facebook.com/LadigueTourGuideSeychelles/

3. Restaurants

Das Zerof lohnt sich wegen dem kreolischen Buffet. Das findet jeden Samstag statt und war preislich in Ordnung. Ich empfehle, einen Tisch zu reservieren, vor allem, wenn ihr zu den Buffetzeiten hinwollt.

Fast täglich waren wir beim Take Away „Tarosa“, welches direkt an der Hauptstraße in der Nähe der Fähre und an den Souvenirgeschäften liegt. Ein kleiner unscheinbarer Laden. Hinter dem Tresen eine ältere, freundliche Dame, die jeden Tag frisch kocht. Bis zu fünf Gerichte je mittags und abends für ganz kleines Geld und das für echte RIESENPORTIONEN. Nebenan ist eine Bar / Restaurant mit Blick auf den Hafen. Mit dem Essen von Tarosa kann man sich dort hinsetzen, wenn man etwas zu trinken bestellt! Oder man nimmt das leckere Essen einfach mit ins Gästehaus.

Tipps:

Wenn ihr eine eigene Schnorchelausrüstung habt, dann nehmt sie mit. Wir haben auf La Digue nirgends eine Möglichkeit gesehen, eine Ausrüstung auszuleihen. Auf den anderen Inseln gab es einige wenige Möglichkeiten.

Ihr müsst einen entsprechenden Stromadapter für die Seychellen haben.

Ihr müsst unbedingt Sonnenmilch mit hohem Sonnenschutzfaktor mitnehmen. Nirgends haben wir trotz LSF 50 einen so schlimmen Sonnenbrand bekommen.

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