Herzlich Willkommen in unserer Reisewelt

Sansibar

29.09. bis 14.10.2017

Sansibar Kae Beach Bar kurz nach Sonnenuntergang
Sansibar Kae Beach Bar kurz nach Sonnenuntergang

„Hab die ganze Welt gesehen, von Singapur bis Aberdeen.
Wenn du mich fragst, wo es am schönsten war,
sag ich Sansibar“

Nach den vielen Rundreisen (Singapur und Aberdeen haben wir allerdings noch nicht bereist), bei denen wir in der Regel nur aus dem Koffer lebten, alle 2-3 Tage die Unterkunft wechselten und Hunderte oder gar Tausende Kilometer zurücklegten, sollte es mal eine ganz andere und „verrückte“ Reise werden. Ein totaler Entspannungsurlaub und das sogar mit All-In. Das hatte es zuletzt – und auch bisher das einzige Mal – auf den Malediven 2013 gegeben. Wir waren uns schnell einig, dass es Sansibar werden sollte. Sanisbar gehört zu Afrika und alles was mit Afrika zu tun hat, hat uns bisher auf Reisen immer gefallen. Und da wollten wir doch mal sehen, ob Achim Reichel in seinem Song „Aloha Heja He“ mit seiner Schwärmerei über diese Insel, die vor der Küste Ostafrikas liegt, zu viel versprochen hat.

Von Freunden wurde uns das Hotel Neptune Pwani Beach Resort & Spa in Kiwengwa im Nordosten der Insel empfohlen. Wir waren aber bei der Angebotssuche nicht nur auf dieses eine Hotel fokussiert, es hätte auch ein anders werden können. Und so durchstöberten wir die typischen Internet-Reiseanbieter, da wir einfach nur einen Pauschalurlaub buchen wollten, ohne viel schnickschnack, ohne Stopp-Over in Dubai oder Safari auf dem Festland Tansanias. Die Preise unterschieden sich doch sehr, da lohnt ausgiebiges Preise vergleichen. Wir fanden über Tui ein gutes Angebot, auch für das Neptune Pwani Beach Hotel. Sehr ausführliches Studieren diverser Reiseberichte und Bewertungen hat uns dann letztendlich dazu bewegt, das Neptune Pwani Beach Resort auszuwählen und so zahlten wir für den o.g. Zeitraum für All-Inklusive 1780 Euro pro Person.

Abreise / Ankunft

Abflug mit dem A380
Abflug mit dem A380

Der Flug geht mit dem A380 von Emirates bis Dubai und von dort fliegen wir mit der arabischen Billigairline „FlyDubai“ weiter nach Sansibar. Wenn man sich an den Service von Emirates und dem Komfort im A380-Schlachtschiff gewöhnt hat, ist die FlyDubai eine einzige Katastrophe. Der Flug ab Dubai dauert auch nochmal so knapp sechs Stunden und ist wirklich eine Zumutung. Sitzkomfort und Service sind dort Fremdwörter: wir sitzen ca. 2 Stunden wegen Verspätung in der Maschine fest, bis es auf die Startbahn geht. Es ist wirklich heiß in der Büchse und es gibt nicht mal Wasser für die Passagiere. Das finden wir schon grenzwertig.

Nunja, wir landen gegen 8 Uhr am Flughafen in Sansibar. Ein Flughafen, der wie eine Lagerhalle ausschaut und in der es verrückt, chaotisch und ohne Regeln zuzugehen scheint. Kofferbänder suchen wir vergebens, da geht alles noch händisch und irgendwo in der Menge zwischen verschwitzten, orientierungslosen und durstigen Neuankömmlingen und Abflugfrustrierten finden wir unsere Koffer. Wenn man Glück hat, muss man dem Bringer kein Trinkgeld in die Hand drücken, damit er den Koffer hergibt. Darauf einstellen sollte man sich aber. Auf dem Weg zum Taxistand winken die Betreiber der Wechselgeldstuben fast schon aggressiv auf einen ein. Auf Sansibar ist das Bezahlen zwar recht unkompliziert, hier werden Dollar, Euro oder Tansania-Schilling akzeptiert. Letzteres aber nicht so gerne, Dollar und Euro sind dort mehr wert. Uns überzeugt das wirre Winken und wir tauschen ein paar Euro in Schilling. Ob das jetzt rein rechnerisch von Vorteil ist oder nicht, lassen wir mal dahingestellt. Den Stubenbetreiber hat es auf jeden Fall erfreut.

Sansibar Dorfimpressionen
Sansibar Dorfimpressionen

Aus dem Flughafen raus geht es rein in das Transferbüschen, das uns in einer Stunde zum Hotel bringen soll. Noch sind wir völlig ahnungslos, was uns in dieser Stunde erwartet. Wir sind schockiert, fast schon betroffen und sprachlos, als wir durch die Straßen von Sansibar fahren und die Armut dort sehen. So wie die Menschen dort leben, in halb fertiggestellten Hütten, teilweise ohne Dach, würden wir nicht mal unsere Rasenmäher unterbringen. Und eines fasziniert uns noch mehr:

Die Menschen sehen alle, ob alt oder jung, einfach glücklich, zufrieden und vor allem entspannt aus. Trotzdem ist es auf der Fahrt auffällig still im Fahrzeug. Wir scheinen nicht die einzigen Urlauber zu sein, die so empfinden und die nicht wissen, was sie sagen sollen. Und so schweigen wir alle.

Den Schock noch nicht überwunden, fahren wir vor die Hotellobby. Auf den ersten Blick sieht das alles schon traumhaft aus. Vor uns liegt eine sehr große Hotelanlage, so eine große Anlage habe ich zuvor nie gesehen. Helli war bereits in einigen Urlauben vor meiner Zeit in solchen Komplexen untergebracht und ist nicht so überrascht. Ich weiß allerdings nicht, wo ich hinschauen soll.

Hotel Neptune Pwani Sansibar
Hotel Neptune Pwani

Hier ist einfach alles: eine einladende Pool-Bar, an die wir uns am liebsten sofort – zur Not auch mit Klamotten – setzen wollen, ein großes Hauptrestaurant, ein Snackrestaurant, ein Restaurant, in dem es nur Meeresfrüchte gibt, ein thailändisches, ein indisches und ein italienisches Restaurant, ein so großer Pool, dass ich gar nicht auf Anhieb sehen kann, wo er denn beginnt und wo er endet und er scheint sich außerdem gefühlt durch die halbe Hotelanlage zu erschließen. Das Schönste ist allerdings: das Hotel liegt direkt am Kiwengwa Beach. Hier sei gesagt, dass es auf Sansibar Ebbe und Flut gibt und man teilweise auch tagsüber vor einem trockenen Strand liegen kann. Es gibt genügend Liegen, Freizeitangebote (Volleyball, Yogakurse, Sprachkurse für Swahili, der Amtssprache in weiten Teilen Ostafrikas), Billardtische, ein Souvenirladen, zwei Bars, eine Coconut Beach Bar, ein Wassersportzentrum … und und und. Wenn ihr mehr Informationen braucht, schaut doch mal hier:

Blick vom Hotelzimmer Neptune Pwani Sansibar
Blick vom Hotelzimmer
Das Zimmer…

Unser Zimmer befindet sich leider etwas abseites vom Strand, in hinterster Reise oben auf dem Hang, mitten im wunderschönen Hotelgarten. Das ist ein bisschen abseits, aber alles im Rahmen, wenn man nicht in einem All- In Urlaub die Tendenz entwickeln würde, faul zu werden. Aber ein bisschen Bewegung schadet ja nicht, auch wenn natürlich ein Zimmer mit direktem Blick aufs Meer schön gewesen wäre.

Vor Ort

In den erste Tagen entspannen wir nur, so sollte es ja auch sein. Schnell sind wir vom „Hakuna Matata“ -Flair angesteckt und bewegen uns nur das Nötigste. Jetzt wäre so ein Zimmer am Strand von Vorteil :-). Der Service im Hotel ist wirklich einsame Spitze und man liest uns wirklich jeden Wunsch von den Augen ab. Die Mitarbeiter haben selber so wenig und versuchen es den Gästen so angenehm wie möglich zu machen.Und diese Freundlichkeit der Menschen … Ich verliebe mich von Tag zu Tag mehr in dieses Volk und möchte sie am liebsten alle mit nach Hause nehmen :-).

Das Essen im Hauptrestaurant ist morgens, mittags und abends einsame Spitze. Da ist wirklich für jeden etwas dabei. Wenn das jemand bemängelt, verstehe ich die Welt nicht mehr. Mittwochs und samstags sind immer Barbeque-Abende. Da wird das Buffet am kleinen Pool am Hauptrestaurant aufgebaut. An diesen Tagen ist das meiste los, da natürlich die anderen Restaurants nicht so gut besucht werden. Leider sieht an diesen Tagen das Buffet auch nach kürzester Zeit aus wie Sau … anders kann ich das nicht sagen. Da wird schon gut gewühlt, zerstört und gepickt. Das Spanferkel, das Highlight beim Samstags-Barbeque, hat nach wenigen, scheinbar schon fast verhungerten Zugreifern, seine appetitlichsten Zeiten nach kürzester Zeit hinter sich. Für mich gut, dann erkenne ich nicht mehr, dass sich hinter dem Fleischberg einst ein Ferkelchen verborgen hat.

Hotel Neptune Pwani Gardenview
Hotel Neptune Pwani Garten

Wir probieren, bis auf das Restaurant mit Meeresfruchtspezialitäten, die a la carte Restaurants aus. Bis auf das nicht getestete, sind die Restaurants im All-In Preis inbegriffen, das Fisch/Meeresfrüchterestaurant kostet extra. Da wir es nicht unbedingt so mit Meeresgetier haben, verzichten wir, denn im Hauptrestaurant ist auch immer etwas Fischiges zu finden. Alle von uns getesteten Restaurants sind gut und definitiv einen Besuch wert.

Uns fällt auf, dass viele Urlauber während ihres Aufenthaltes mit Magen/Darmproblemen zu kämpfen haben. Dies scheint aber an den Gewürzen und der Zubereitung der Speisen zu liegen. Im Hotel gibt es einen Arzt, den man kostenlos konsultieren kann. In der Regel gibt der einem besondere Tabletten gegen die Beschwerden. Ich hatte mich vor dem Urlaub auf Anraten meiner Ärztin für die Cholera-Schluckimpfung entschieden. Diese soll vorbeugend gegen eben solche Beschwerden helfen und bei mir scheint es zu funktionieren.

 

Ebbe-Riff-Tour

Ilunga mit seinem Kumpel und uns
Ilunga mit seinem Kumpel und uns

Durch unseres ständige Flanieren, Gequatsche und Feilschen mit den Strandbuden-Betreibern haben wir Kontakt zu Ilunga geknüpft. Er schlawienert den ganzen Tag in der Nähe vom Resort umher und versucht, diverse Ausflüge an die Touristen zu bringen. Aber überhaupt nicht aufdringlich, eher vorlaut und lustig. Wir buchen bei ihm eine Riff-Tour, heißt, bei Ebbe spaziert man bis zu 2 Kilometer in Richtung offenes Meer hinaus, um unterschiedliche Meeresbewohner und Pflanzen zu bestaunen und anzufassen. Für diese Tour sind Schwimmschuhe fast Pflicht. Schwimmschuhe sollte man sich aufgrund der vielen Seeigel die es hier gibt ohnehin vorher zulegen. Etliche Urlauber, die nicht im stolzen Besitz solcher schicken Treter sind, müssen das Hotel für einen Krankenhaustaufhalt kurzfristig verlassen. Die Tour mit Ilunga kostet uns 10,- Euro p. P. bezahlt, dafür zeigt er uns in 1 ½ Stunden die tollsten Dinge: Seesterne in blau, grün, rot, groß und klein, giftige und ungiftige Seeigel in unterschiedlichen Farben, Seegurken, Clownfische, Spinnen etc.

Seeigel in unterschiedlichen Farben
Seeigel in unterschiedlichen Farben

Etliche Einheimische und Massai bieten diese Touren an, da sie ihre eigenen Chefs sind, scheint auch die Preisvorstellung eher Willkür zu sein und jeden Tag anders auszufallen. Es lohnt sich zu handeln.

Fazit

Wir können den Ausflug ins Riff nur empfehlen. Leider habe ich im Nachhinein gelesen, dass Seesterne nicht an die Wasseroberfläche geholt werden dürfen. Solltet ihr euch für einen solchen Ausflug entscheiden, achtet darauf, dass euer Guide dies auch befolgt. Bei unserer Tour waren die Sterne schon mehrere Sekunden ohne Wasser. Bei nächsten Mal würde ich die Sterne nur unter Wasser anfassen und auf die Handflächen legen. Bei dieser Tour solltet ihr neben den schicken Wasserschuhen, auch an Kopfbedeckung und Sonnenmilch mit hohem LSF denken.
Solltet ihr euren Sansibarurlaub auch im Neptune Pwani Beach Resort verbringen und auf der Suche nach Ilunga sein und ihn nicht finden … er wird euch finden. Davon sind wir überzeugt.

 

 

Massagen-Marathon

Den Spa-Bereich im Hotel nutzen wir nicht, denn am Strand werden günstige Massagen angeboten, die wirklich zu empfehlen sind. Das ist natürlich mit einer medizinischen Massage nicht zu vergleichen, aber zum Entspannen ist das genau das Richtige. Wir sind jeden Tag bei „Mama Rose Best Massage Spa Good Price“ direkt an der Strand-Holzbuden-Shopping-Meile neben dem Hotel. Mama Rose Spa besteht natürlich nur aus einer Holz/Strohbude und man darf jetzt keinen Luxus erwarten. Wir ließen uns fast jeden Tag massieren und haben dafür hartnäckig einen Preis von 8 Euro pro Person für eine Stunde ausgehandelt. Hier sei gesagt, dass die Stunden auf Sansibar scheinbar ein bisschen kürzer zu sein scheinen, mal 5 Minuten, mal 10 Minuten :-). Dafür geizen die beiden Damen nicht mit dem Massageöl und anschließend sind wir genauso glitschig, wie entspannt.

Gewürztour – Prison Island – Stone Town

Im Hotel knüpfen wir schnell Kontakte zu anderen Urlaubern und scheinbar ist gerade halb Deutschland im Neptune. Wir schließen uns mit zwei anderen Pärchen zusammen, die bereits im Vorfeld ihres Urlaubes Kontakt zu Nabil Ali, einem einheimischen deutschsprachigen Guide aufgenommen hatten, um die o.g. touristentypische Tour in Angriff zu nehmen. Die Kosten dieses Ausfluges liegen bei 40 Dollar pro Person.

Nabil unser Tour Guide
Nabil unser Tour Guide

Nabil holt uns an besagtem Morgen um 08:30 Uhr wie vereinbart am Hotel ab. Was ein sympathischer, gut gelaunter und cleverer Typ. Im Fahrzeug stimmt er a capella Achim Reichels Aloha Heja He an und ist mit Abstand der textsicherste von uns. Wir starten mit der Gewürztour. Aufgrund unserer Rundreise durch Costa Rica (Reisebericht folgt), kennen wir schon Einiges, aber trotzdem kosten wir fleißig mit. Anhand des Blättergeruches der entsprechenden Pflanzen und Blume sollen wir erkennen, um welches Gewürz es sich handelt. Klappt nicht immer, aber manchmal haben wir den richtigen Riecher. Nabil zeigt uns Pfeffer, Ananas, wie Lippenstift gewonnen wird (ein Arbeiter der Farm muss Modell spielen und sieht anschließend recht entzückend aus), Muskatnuss, Nelken, Chili- und Vanilleschoten, Zimt, Ingwer und so Einiges mehr. Nicht umsonst trägt Sansibar den Namen „Gewürzinsel“. Zum Schluss klettert ein singender, sportlich wirkender Einheimischer, barfuß, bis in die Spitze einer Palme und pflückt uns Kokosnüsse. Dabei winkt er uns immer wieder singend zu und kommt glücklicherweise auch heil wieder unten an. Das nenn ich Multitasking. Zwar schmeckt die Kokosnuss nicht so gut, aber die Geste zählt.

Gewürztour Helli mit seinen neuen Accessoires
Gewürztour Helli mit seinen neuen Accessoires

Zum Abschied basteln die Mitarbeiter Hüte, Krawatten, Ringe, Ketten und Taschen aus Palmenblättern für uns, die wir dann natürlich auch aufsetzen müssen. So erkennt auch der letzte, dass wir sechs gerade von der Gewürztour kommen.

Von der Farm fahren wir, mit unseren neu ergatterten Kleidungs- und Schmuckstücken bekleidet, zum Hafen von Stone Town und klettern in ein kleines Motorboot mit dem Ziel Prison Island. Eigentlich hat uns dieser Trip nicht so sonderlich interessiert, wir fahren aber wegen der dort lebenden Riesenschildkröten mit, die wir auf den Seychellen bereits ins Herz geschlossen hatten. Der Dieselgestank auf dem Boot ist schon übel, aber die Fahrt nach Prison Island dauert nur 30 Minuten. So lange kann ich zwar nicht die Luft anhalten aber man gewöhnt sich ja an alles. Benebelt vom Diesel-Dampf, legen wir an den Insel an.

Prison Island
Prison Island

Das alte Gefängnis wurde ursprünglich errichtet, um dort aufständische Sklaven unterzubringen, bevor sie auf dem Sklavenmarkt in Stone Town verkauft wurden. Nach dem Verbot der Sklaverei sollten dort Sträflinge vom Festland und psychisch kranke Personen untergebracht werden, stattdessen wurden die Insel aufgrund einer drohenden Gelbfieberepedmie als Quarantänestation genutzt. Heute befindet sich das Gefängnis im Besitz eines Hotels. Da der Gefängniskomplex für mich eher unspektakulär ist, spare ich mir jegliche Energie für die Schildkröten auf.

Riesenschildkröten im Gehege
Riesenschildkröten im Gehege

Leider ist das Gehege der Tiere eher dreckig und für meinen Geschmack viel zu lieblos, aber man kann trotzdem wunderbare Fotos machen, sie anfassen und füttern. Die Tiere erfreuen sich derweil an Hellis giftgrünen Turnschuhen, die sie scheinbar für Blätter halten ihm ständig in die Füße beißen.

Der Weg führt uns mit dem stinkenden Kutter zurück nach Stone Town. Auf diese Stadt sind wir mächtig gespannt und haben nicht den Hauch einer Vorstellung davon, was uns in Sansibars Hauptstadt erwartet. Schnell bin ich endlos dankbar, dass wir Nabil dabei haben, er kennt die Stadt und seine Bewohner offensichtlich wie seine Westentasche. Wenn ich bisher jemals in dem Glauben war, Reizüberflutungen hätten mich sprachlos gemacht, dann war das im Gegensatz zu heute rein gar nichts. Eine solche Stadt, ein solches Treiben und einen solchen Flair, der auch irgendwie überhaupt keiner ist, habe ich noch nie erlebt und kann ich auch nicht beschreiben. Es ist duster, es ist voll, es ist verwinkelt, es ist dreckig, ohne richtig dreckig zu sein, es ist arm, kaputt und trist. Lediglich die Menschen dort strahlen. Sie strahlen alles triste weg und lassen diese Stadt doch so leben und so freundlich und interessant erscheinen. Ich brauche eine Weile, bis ich mich akklimatisiert habe, aber dann fühle ich mich tatsächlich in diesen schmalen Gassen wohl. In einem Horrorfilm wäre hier der Moment, in dem die Menschen plötzlich verschwinden und nie wieder auftauchen. Aber wir verspüren nicht einmal ein Gefühl der Unsicherheit. Wir lassen uns treiben und folgen Nabil, fast wie paralysiert. Dabei empfinden wir es nicht als störend, dass wir von wirklich jedem Ladenbesitzer angesprochen werden, ob wir uns seine Waren im Laden anschauen wollen. Denn ein einfaches „no thank you“ genügt und schon widmen sie sich kommentarlos dem nächsten Besucher. In manche Läden zieht es uns aber doch und wir kaufen einige Souvenirs. Ich verlasse ja kein Land ohne etliche Kühlschrankmagnete im Koffer und hier werde ich fündig. Zwar nicht so günstig wie ich dachte, aber wenn ich sehe, wie wenig diese Menschen haben, ist es mir auch gleich.

Mittagspause

Nabil bringt uns auf die Dachterrasse eines Restaurants in der Innenstadt. Hier haben wir einen Blick über diese unbeschreibliche Stadt, in einem so unbeschreiblichen Land, mit so krassen Gegensätzen. Wir essen eine Kleinigkeit und begeben uns dann weiter durch die Straßen von Stone Town – ich habe schon völlig die Orientierung verloren und muss mich wirklich zusammenreißen, mich nicht zu sehr von diesen Eindrücken, die da auf mich einschlagen, ablenken zu lassen, dass ich nicht den Anschluss an meine Gruppe verliere. Die Gassen sind recht voll von Menschen und ich habe Angst, dass ich verloren gehe. Auf mich achtet auch niemand, die anderen scheinen Stone Town also auch so zu empfinden und so ist jeder mit sich und dieser Stadt beschäftigt.

Zwischendurch schaffe ich es aber, ein Foto des ganzen Treibens und vor allem dieser interessanten und auch wirklich wunderschönen Menschen zu schießen.

Stone Town und seine Bewohnerinnen
Stone Town und seine Bewohnerinnen

Vor allem die Frauen und Mädchen sind wunderschön, aber sie sind auch schüchterner und zurückhaltender als die Männer. Wir schlendern durch eine Markthalle. Hier gibt es Obst, Gemüse, Gewürze, Souvenirs. Ich weiß immer noch nicht wo ich hingucken soll. Schließlich stehen wir vor einer riesigen Halle und uns dringt ein übler Geruch in die Nase. Wir stehen vor der Fischmarkthalle und Nabil fragt, ob wir uns zutrauen, die Halle zu besichtigen. Tun wir und schneller als wir gucken können stehen wir in einer dreckigen, nach totem Fisch stinkenden Halle, mitten in Fischgedärmen, kleinen, großen und übergroßen Fischen, Oktopussen, kleinen Haien, Garnelen und was es so alles gibt. Es ist Nachmittag und der große Ansturm auf den besten und frischsten Fisch schon lange vorbei. Was hier noch liegt, liegt schon länger und riecht von Stunden zu Stunde auch intensiver. Die Verkäufer sitzen barfuß zwischen den Fischkadavern, wartend auf einen Fischhungrigen, der den Vormittag scheinbar verschlafen hat und die Reste der Reste benötigt. Zwischen den Eimern mit Fischabfällen spielen sogar ein paar Kinder.

Stone Town Fischmarkt
Stone Town Fischmarkt

Meine Nase gewöhnt sich komischerweise schnell an den Geruch und finde es nach ein paar Minuten weniger schlimm als ich befürchtet habe, jedoch sorge ich mich, dass der Fisch, der abends in unserem Hotel am Buffet zu finden ist, hier her kommt. Nabil versichert mir aber, dass das nicht der Fall ist, aber selbst wenn es so sein sollte, will ich es doch besser gar nicht wissen. Dieses Erlebnis hat uns im übrigen nicht davon abgehalten, im Urlaub weiterhin Fisch zu essen :-), so sehr scheint uns das Ganze also nicht zugesetzt zu haben.

Mit diesen Eindrücken machen wir uns gegen 19 Uhr auf den Rückweg zum Hotel. Nabil hat das alles von Anfang bis Ende gut organisiert und uns Sansibar noch ein Stückchen näher gebracht. Wir können ihn als Guide uneingeschränkt empfehlen. Weitere Infos findet ihr auf seiner Facebookseite, schreibt ihn bei Bedarf einfach hier an.

Fazit

Bei einem Urlaub auf Sansibar kommt man um einen Besuch der Hauptstadt nicht herum. Um überhaupt eine Vorstellung davon zu bekommen, wie es in diesem Land zugeht und wie die Menschen dort leben, ist dieser Ausflug ein absolutes Muss.

Ich würde den Besuch von Prison Island jedoch nicht unbedingt weiterempfehlen. Nochmal würde ich nicht dort hin. Falls ihr aber noch nie Riesenschildkröten gesehen habt, ist die Insel einen Besuch wert, auch wenn mir die Haltung der Tiere nicht so zugesagt hat.

The Rock Restaurant

The Rock Restaurant Sansibar
The Rock Restaurant Sansibar

Mein absolutes To-Do ist der Besuch der Insel The Rock, für mich das Wahrzeichen von Sansibar. Unser Hotel liegt leider ziemlich weit weg und so droht der Ausflug dorthin schon zu platzen. In der Facebook-Gruppe „Wunderbares Sansibar“, in der ich vorab viele Informationen für diese Reise erhalten habe, werde ich auf einen Taxifahrer mit Namen Mr. Coconut aufmerksam, der dort empfohlen wird. Ich schreibe Mr. Coconut bei Facebook an und erhalte seine Handynummer, so dass die weitere Planung über Whatsapp erfolgen kann. Wir machen völlig unproblematisch einen Tag, eine Uhrzeit und einen Preis aus. Die einfache Fahrtstrecke dauert ca. 2 Stunden und soll hin und zurück 80 Dollar kosten. Ein anderes Pärchen aus dem Hotel schließt sich unserer Idee an, so dass wir zu viert den Ausflug zu The Rock unternehmen können.

The Rock bei Ebbe
The Rock bei Ebbe

Bei der Planung war für mich wichtig, dass wir The Rock bei Flut sehen konnten. Bei Ebbe steht das Teil lieblos am Strand und man latscht über den nassen Sand recht unspektakulär hin. Langweilig. Ich habe mich im Internet hier über die Gezeiten auf Sansibar informiert und mir den Tag ausgesucht, der am besten passt. Leider lagen wir in der Woche, in der tagsüber fast nur Ebbe ist, also planten wir die Ankunft bei Ebbe und die Rückkehr bei Flut. Das klappte ausgezeichnet. Mr. Coconut half noch ein bisschen bei der Ebbe und Flut-Planung und kommt zur vereinbarten Zeit zum Hotel. Um 13:30 Uhr fahren wir los.

Mr. Coconut erzählt viel über Sansibar und bietet uns an, uns auf dem Rückweg die Kae Beach Bar zu zeigen. Dies ist die einzige Stelle an der Ostküste, an der man den Sonnenuntergang sehen kann. Zeitlich sei er völlig flexibel, heißt, für die vereinbarten 80 Dollar gehörte er für den Rest des Tages uns. Wer kann denn da nein sagen? Gegen 15 Uhr kommen wir an The Rock an und wie geplant, steht da dieser Felsklotz mit dem Haus einfach so am Strand, umringt von Seegras. Da aber die Flut schon so langsam einsetzt, stört uns das nicht und wir freuen uns auf das Endergebnis. Anstatt mit einem Boot, können wir noch problemlos fußläufig das Restaurant erreichen. Auf der Außenterrasse ist ausreichend Platz und so genießen wir in Ruhe einige wirklich sehr leckere Cocktails und schauen der Flut beim Fluten zu. Ich bin außer mir vor Freude als der Felsklotz nach einiger Zeit im Wasser steht.

Um kurz nach 17 Uhr machen wir uns planmäßig bei Wasser-Höchststand auf den Rückweg. Von den Treppen des The Rock klettern wir in ein Bötchen und werden, bei doch recht hohem Wellengang, wieder an Land gebracht. Nun ist The Rock genauso, wie ich es mir vorgestellt und gewünscht habe. Es ist noch sonnig und die Wellen prallen gegen die Felsen des Restaurants. Imposant und einzigartig schaut das aus, ganz anders als bei Ebbe. Wir schießen einige Fotos und mittlerweile tummeln sich ca. 15-20 Kinder um uns … und vor allem um Helli. Teilweise betteln sie um Geld, teilweise bestaunten sie auch nur sprachlos Hellis Tätowierungen. Das wandelnde Bilderbuch anzufassen, ist scheinbar das Größte für sie. Die Kids stören sich nicht daran, dass sie jetzt auch zum Fotomotiv werden, im Gegenteil, sie posieren freudig, ja fast schon stolz, als ginge es um ihr Leben :-).

Nun fahren wir, es dämmert bereits, zur Kae Beach Bar. Die Fahrtzeit beträgt ca. 20 Minuten. Offensichtlich scheint es sich bei dieser doch recht versteckten Bar in der Nähe des Örtchens Pingwe um einen Geheimtipp zu handeln, denn von Weitem sehen wir schon, dass an diesem kleinen paradiesischen Fleckchen tatsächlich nur wenige Menschen aufhalten. Darunter scheinen lediglich Einheimische und Ortskenner zu sein. Wir sind offensichtlich die einzigen Touristen, die das Vergnügen haben, sich für zwei Stunden im Jameika von Sanisbar niederlassen zu dürfen.

Kae Beach Bar bei Sonnenuntergang
Kae Beach Bar bei Sonnenuntergang

Schon beim Aussteigen aus dem Fahrzeug erklingt Raggaemusik und der typische Geruch, den man eben mit Raggae, Bob Marley, Dreadlocks und den dazugehörigen Dreadhead-Mützen in Verbindung bringt, steigt uns in die Nase. Die Bar ist wirklich einmalig und wir könnten hier Stunden verbringen. Der Sand ist so weich wie Puderzucker und im Hintergrund knistert ein Lagerfeuer vor sich hin.

Mit Mr. Coconut finden wir ein schönes Plätzchen und während wir gemütlich ein paar Bierchen und Softdrinks schlürfen, dabei persönliche und spannende Geschichten von Mr. Coconut über Familie und das Leben auf Sansibar erfahren, können wir der untergehenden Sonne zuschauen. Leider nicht so traumhaft schön, wie erhofft, denn einige Wolken am Himmel machen dem makellosen Sonnenuntergang einen Strich durch die Rechnung. Das stört uns aber nicht. Wir genießen einfach diese Idylle, an einem für uns persönlich schönsten Fleckchen auf Sansibar während unserer Reise. Gegen 20:30 Uhr erreichen wir unser Hotel.

Fazit

Das war ein ganz großartiger Tag, zu dem Mr.Coconut viel beigetragen hat. Das The Rock ist ebenfalls Pflichtprogramm, wenn ihr auf Sansibar seid. Ich hatte über die Facebookseite vorsichtshalber einen Tisch reserviert, was an dem Tag nicht unbedingt notwendig gewesen wäre. Solltet ihr einplanen dort zu Essen, ist eine Tischreservierung definitiv von Vorteil. Die Kae Beach Bar hat diesen Ausflug perfekt zu Ende gehen lassen. Hier sind Ruhe, Idylle, schöner Stand und ein einmaliges Flair garantiert. Mehr Jameika findet ihr nur auf Jameika.

Infos zu Mr. Coconut findet ihr hier auf seiner Facebookseite:

Village Walk

In ungefähr 15 Minuten fußläufig erreicht man vom Hotel das kleine Dörfchen „Michangwi“. Touren dorthin werden u.a. direkt über unser Hotel angeboten. Im Vorfeld hatten wir bereits gehört, dass man den Kindergarten und die Schule besucht und sich die Kids über kleine Mitbringsel freuen. Wir hatten von zu Hause eine Tüte mit Kugelschreibern, Schreibblöcken, Radiergummis, Armbändchen etc. dabei.

Kindergarten Michangwi
Kindergarten Michangwi

Nach dem Frühstück brechen wir in einer größeren Touristengruppe, am Strand entlang, zum Village auf. Wie kann man das, was wir hier sehen, in Worte fassen?? Armut egal wo wir hinschauen. Ruinen in denen Menschen leben und kleine Kinder, die sich daran erfreuen, mit unseren leeren Wasserflaschen spielen zu dürfen. Wir schauen uns den Kindergarten an und die Kinder singen für uns ein Willkommen-Lied, das ist wirklich herzallerliebst und berührt uns sehr.

Als könnte uns nichts mehr schockieren, wird uns die Krankenstation gezeigt und ich frage mich, wie die Kranken hier gesund werden sollen? In solche Räume würden wir womöglich nicht einmal unsere Tiere stecken.

Krankenstation Michangwi
Krankenstation Michangwi

Aber die Menschen hier kennen es nicht anders und während wir mit unseren teuren Digitalkameras, Designerschuhen und Handtaschen durch das Dörfchen ziehen, werden wir von lachenden, strahlenden und äußerst neugierigen Kindern verfolgt, die offensichtlich einfach nur glücklich sind, mit dem Nichts das sie haben und sich über jede neue Wasserflasche freuen, die ihnen gereicht wird, egal, ob voll oder leer.

Fazit

Der Ausflug dorthin war eine sehr schockierende, aber zugleich wertvolle Erfahrung. Leider blieb in mir dieses Unbehagen, dass dort die ärmsten der Armen, den Touristengruppen vorgeführt werden. Die Touristen lassen ein paar Scheine Spendengelder da, was die leeren Kassen des Dorfes ein wenig auffüllt. Scheinbar reicht es so gerade zum Leben und dafür, das Schul- und Krankensystem aufrecht zu erhalten. Die Kinder dort waren teilweise sehr aufgeschlossen, aber auch sehr dreist. Sie sind teilweise darauf konditioniert, dass Touristen kleinere Geschenke mitbringen. Die Mitbringsel werden einem dort, wenn man unachtsam ist, im wahrsten Sinne des Wortes aus der Hand gerissen. Als Helli sich mit unserer Tüte zu einer Schulklasse begab, hatte ich kurzzeitig Sorge er wird in Stücke gerissen: Um ihn eine Staubwolke, die Tüte wurde ratzfatz zerfetzt, Stifte und Blöcke flogen durch die Luft, Ellbogen in Gesichter gerammt und in fünf Sekunden war alles vorbei. Tüte weg, Inhalt weg, Schüler weg, Staub war irgendwann auch weg. Nur Helli war noch da (Puh Glück gehabt), einsam und völlig perplex, bis er realisierte, dass er nur noch mit leeren Händen da stand.

… kurz etwas zur Eddie-Murphy-Gang

Am Strand gibt es die sogenannte Eddie-Murphy-Gang, zu erkennen an den gelben T-Shirts mit entsprechender Aufschrift. In Bewertungen und Reiseblogs wird immer wieder geraten, Touren bei diesem Anbieter zu buchen. Wir waren zweimal dort und haben uns für eine Tour interessiert. Der Preis lag dabei deutlich zu hoch und teilweise wurden die Mitarbeiter frech, weil wir uns nicht sofort entscheiden wollten. Wir haben hinterher Abstand von diesem Anbieter genommen und alles über die kleinen privaten Einzelanbieter gemacht. Wir sind damit gut gefahren.

Abreise

Den letzten Tag lassen wir am Strand ausklingen. Alles, was wir an Utensilien nicht mehr benötigen, verteilen wir an die Beachboys und sie nehmen es glücklich an (siehe Tipp am Ende).
Unser Flug geht spät abends und am Nachmittag werden wir erst am Hotel abgeholt. Wir können im Spa-Bereich duschen, bevor wir die Rückreise antreten. Es geht wieder zurück und erneut fahren wir durch die ärmlichen Straßen. Jetzt sind wir allerdings schon abgehärtet und vorbereitet. Am dem kleinen Flughafen läuft überraschenderweise alles ganz unproblematisch, eigentlich ein Wunder, wenn man sich das so anschaut. Wir müssen zu Fuß auf das Rollfeld, um die FlyDubai Maschine zu besteigen, ähnlich wie bei unserer Ankunft. Und dann heben wir pünktlich ab, mit dem Wissen, dass wir hier nicht das letzte Mal waren.

Fazit Sansibar:

„und wenn du mich fragst wo es am schönsten war,
sag ich Sansibar“

…verstehen kann ich den Achim … ich persönlich fand andere Ziel landschaftlich schöner. Auch die Strände waren jetzt nicht die atemberaubendsten, die ich je gesehen habe.

Kiwengwa Beach Sansibar
Kiwengwa Beach Sansibar

Sansibar ist traumhaft, aber das nicht unbedingt der Strände oder der Natur wegen, sondern wegen der Menschen …. Uns hat es dort besonders gut gefallen, weil wir uns auch auf Land und Leute eingelassen haben. Wir waren zu allen freundlich und haben uns mit vielen Einheimischen und den Massai ausgetauscht, waren viel am Strand bei den Beachboys und waren dadurch noch ein bisschen mehr mittendrin statt nur dabei. Ich würde, bei Verlangen nach einem Faulenzer-Urlaub, sofort wieder dort hin. Bei einem zweiten Mal würde ich dann aber vorab eine mehrtägige Safari auf dem Festland dazu buchen. Das Hotel würde ich auch beim nächsten Mal wieder auswählen, einfach weil das Preis/Leistungsverhältnis stimmt, auch wenn ich persönlich von dem Hotel und der Vielzahl an Möglichkeiten und Menschen dort erschlagen worden bin. Sansibar hat mir gezeigt, dass ich eben doch eher der Freund der kleinen, feinen und persönlichen Gästehäusern, B&Bs oder privaten Hotels bin. Ich mag es etwas unscheinbarer und schlichter, das heißt aber nicht, dass ich etwas an der Qualität des Neptune zu bemängeln habe.

Wir haben auf Schnorcheltouren verzichtet, weil wir im Vorfeld gelesen haben, dass das schnorcheln lediglich ganz nett ist, aber eben nicht vergleichbar mit den Schnorchel-Hotspots anderer Länder. Auch eine Delfintour haben wir abgelehnt, da wir zu häufig gehört und gelesen haben, dass die Touren in Hetzjagden für die Delfine enden und das wollten wir nicht unterstützen, so gerne wir mit diesen wunderbaren Tieren geschnorchelt wären.

Wir hatten uns noch für eine Tour zu Chetaahs Rock, der Auffangstation für verletzte und kranke Tiere interessiert, aber erst auf Sansibar bemerkt, dass man diese Tour nur über deren Seite selbst buchen kann. Es gibt ansonsten keinen Anbieter auf Sansibar! Die Kontaktaufnahme verlief problemlos und man setzte uns für unseren Wunschtermin auf der Warteliste. Leider hat sich der Ausflug dahin aber nicht ergeben. Beim nächsten Mal :-).

Noch ein kleiner Tipp zum Schluss:

Die Menschen dort, ob Hotelmitarbeiter oder Strandbuden-Besitzer, freuen sich über wirklich alles, was man ihnen da lässt. Ob Shampoo, Duschgel, Sonnenmilch, alte Sonnenbrillen, sogar alte Lesebrillen, abgelaufene Medikamente, Schuhe, Badeschlappen, alte Mobiltelefone oder Klamotten aller Alt … sie nehmen das dankend an. Was ihr also nicht mehr mit nach Hause nehmen wollt, lasst es da. Habt ihr etwas zu Hause, dass ihr nicht mehr braucht und habt noch Platz im Koffer? Nehmt es mit.

Massai und wir

Hakuna Matata

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