Herzlich Willkommen in unserer Reisewelt

Florida und Curacao
1.5. – 23.05.2015

Miami Beach Flieger
Blick auf Miami

Auf geht’s zum Sunshine State, auf die Sonnenseite der USA und hinein ins nächste Roadtrip-Abenteuer. Kombiniert wird das Ganze mit einem Aufenthalt auf der niederländischen Karibikinsel Curacao, um entspannt und fern ab vom Alltagsstress, meinen Geburtstag zu feiern und uns zu erholen. Die 14-tägige Reise durch Florida wird mit Sicherheit auch anstrengend.

Vorab: Leider hat Curacao nicht ganz gehalten, was Deutschland sucht den Superstar 2013 versprochen hat. Damals fand der Recall auf der Insel statt und alle träumten nur noch von Curacao und den endlosen weißen Karibikstränden … Dazu aber später mehr.

Das „Gerüst“ der Reise, sprich die Flüge, sowie das Hotel in Curacao wurden vorab über ein Reisebüro gebucht. Die Unterkünfte in Florida haben wir zwar über Booking.com im Vorfeld, teilweise jedoch mit der Option einer kurzfristigen Stornierung, ausgewählt. Wir wussten also schon ungefähr, wie lange wir an welchem Fleckchen sein werden.

Da wir voll hip unterwegs sein wollten und auf super Wetter spekulierten, haben wir uns auch schon frühzeitig von Zuhause aus um DEN idealen Mietwagen gekümmert: einen Ford Mustang Cabrio in schwarz. Man gönnt sich ja sonst nix. Bei der Urlaubsgestaltung waren uns die beiden Reiseführer von … und … eine große Hilfe. So viel zur Vorab-Planung.

 

1.5.2015

Es geht los. Von Düsseldorf starteten wir mit Air Berlin fast pünktlich um 10:15 Uhr direkt nach Miami. Knapp 10 Stunden Flug liegen vor uns. Schon beim Anflug ist der Blick auf Miami Beach gigantisch. Das Wetter ist perfekt, wie man es eben vom Sunshine-State erwartet. Ich würde sagen: Es ist Liebe auf den ersten Blick und wir fühlen uns wohl, ohne überhaupt schon am Boden zu sein. Manchmal ist das einfach so, es braucht nicht viel, nur DEN perfekten Blick von oben.
Am Flughafen klappt alles reibungslos. Es ist 14 Uhr und wir düsen – natürlich „oben ohne“ – zu unserer ersten Unterkunft: dem Hotel Best Western on the Bay Inn & Marina.

Nebenan befindet sich eine Sportsbar. Zufällig sind Bekannte aus unserer Heimat zur selben Zeit in Miami: Daher verbringen wir den restlichen Nachmittag bis spät in die Nacht gemeinsam in der Bar. Könnte einen schlechteren Start in den Urlaub geben.

2.5.2015

Ocean Drive Miami Florida
Ocean Drive, Miami

Der erste Morgen startet verkatert – wie unerwartet. So war eigentlich nicht der Plan, aber manchmal kommt es eben anders als man denkt. Das amerikanische Frühstück hilft nicht sonderlich gegen unsere Startschwierigkeiten. Wir sind aber auch einfach nicht die Leute, die sich morgens mit Pancakes und Ahornsirup den Bauch vollschlagen. So bleibt uns leider einfach nur der Toast mit Rührei ohne Geschmack.
Wir wollen zuerst den berühmt berüchtigten Ocean Drive und dem dortigen endlos langen Miami Beach erkunden. Wir stellen recht fix fest, dass sich hier tagsüber nicht viel abspielt. Ein paar kuriose Gestalten, in, mit oder auf so richtig aufgemotzten Karren. Da sind die getunten Fahrzeuge in der Heimat eine Lachnummer. Diese hier würden in Deutschland SOFORT stillgelegt. Ohne Wenn und Aber.

Aber noch ist nicht viel los am Puls von Miami. Wir verlagern zum Bayside Marketplace, dem Freiluft-Einkaufszentrum in Downtown am Ufer der Biscayne Bay. Hier herrscht gute und ausgelassene Stimmung. Zum Abend hin sammeln sich die Menschen jeden Alters am Rande des Yachthafens und tanzen, singen, chillen oder genießen einfach nur die Atmosphäre. Hier geht unser zweiter Abend in Miami entspannt zu Ende.

3.5.2015

Rusty Pelican Restaurant
Rusty Pelican Restaurant

Gegen 4:30 Uhr sind wir hellwach, also beginnen wir den Morgen mit einer Runde Frühsport. Nach dem Frühstück fahren wir zur Dolphin-Mall nach Sweetwater. Leider steht zur Zeit der Dollar-Kurs gar nicht so pralle. Schnäppchen sind somit äußerst schwer zu finden und shoppen lohnt nicht wirklich. Wir haben es tatsächlich geschafft, im größten Einkaufszentrum Floridas, kein Geld auszugeben. Wir fahren weiter nach Key Biscayne. Unser Reiseführer empfiehlt dort das Restaurant Rusty Pelican .

Man soll von dort eine grandiose Aussicht auf die Skyline von Miami haben und so wollen wir für abends einen Tisch reservieren. Naiv begeben wir uns in unserem typischen Touri-Outfit in Richtung Eingang und merken schnell, dass wir völlig fehl am Platz sind. Die Gäste sind schlichtweg überschick und schwitzen in ihren teuren Designerfummeln, Anzügen und Krawatten vor den kleinen Häppchen des Mehrfach-Gänge-Menüs. Wir wagen dreist einen Blick über die Tellerränder: Die Speisen sind so synchron angerichtet, dass man sich kaum wagen will, die Tellerkunst mit Messer und Gabel zu zerstören. Rückwärts verlassen wir das Restaurant und genießen die Aussicht auf die Skyline eben vom umliegenden Pfad aus, immer im Blick der speisenden Spießer. Diese scheinen sichtlich genervt vom Touri-Rummel, der sich quasi direkt vor dem Fenster an ihren Tischen abspielt und ein entspanntes Speisen scheinbar unmöglich macht.

Miami Skyline Florida USA
Miami Skyline

Schnell werden ein paar Fotos und Selfies gemacht und dann aber nix wie weg in Richtung Little Havana.
Little Havana ist das pulsierende kubanische Herz von Miami und wir fiebern dem lateinamerikanischen Feeling entgegen UND: einem kubanischen Sandwich. Darauf freue ich mich schon seit Beginn der Reiseplanung. Ein richtiges kubanisches Sandwich besteht aus Schinken, Schweinebraten, Schweizer Käse, Dillgurken und gelbem Senf. Die Zutaten werden zwischen zwei Scheiben kubanischem Brot gepresst, welches entweder leicht mit Butter oder Olivenöl bestrichen wird. Alleine für dieses Sandwich lohnt sich ein sofortiger Flug nach Miami. Zwar spüren wird nichts von dem erwarteten lateinamerikanischen Feeling, aber das Sandwich holt alles wieder raus! Leider haben wir uns nur eins geteilt, weil die Dinger ja sooo mächtig sein sollen. Das passiert mir auch nicht nochmal.


Es wird so langsam dunkel und wir cruisen noch einmal zum Ocean Drive. Das Spektakel wollen wir uns am Abend nicht entgehen lassen. In unserem schicken Auto fallen wir hier fast gar nicht auf. Aber was ist auch schon ein Ford Mustang auf dem Ocean Drive. Hier werden ganz andere Seiten aufgezogen. Was auf dieser Straße bei Anbruch der Dunkelheit abgeht ist nicht in Worte zu fassen. Das muss man gesehen haben, sofern man noch aufgrund absoluter Reizüberflutung handlungs- und aufnahmefähig ist. Um das Ganze auf uns wirken zu lassen, suchen wir uns in eine nette Bar direkt am Straßenrand. Verwundert stellen wir fest, dass an den Speisen und Getränken auf der Karte keine Preise ausgezeichnet sind … wir werden aber vom Rausch des Miami-Party-Lebens mitgerissen, was kostet da schon die Welt und so teuer kann es ja nicht sein.

Ocean Drive Miami Florida USA
Ocean Drive bei Nacht

Na ja am Ende sind es 46 Dollar für zwei Getränke und eine kleine Pizza. Wobei ich anmerken muss, dass das eine (!!!) Bier mit 16 Dollar das teuerste auf der Rechnung ist. Hinzu kommen 15 Dollar Parkgebühr, was den abendlichen Kurzausflug in das bizarre Zentrum dann doch recht teuer werden lässt. Da muss man wirklich Prioritäten setzen: Parken oder Bier … die Preise sind ja fast identisch . Eigentlich ist heute unser letzter Abend in Miami. Im Laufe des Urlaubes beschließen wir jedoch spontan, noch einmal hier her zurückzukehren. Morgen geht es für zwei Nächte nach Key West.

 

 

 

4.5.2015

Ford Mustang Cabrio USA Florida
Verdammt cooler Typ im Ford Mustang

Die Fahrt dauert mit einigen Foto-Stopps ca. 6 Stunden und ist nicht so spannend wie gedacht. Lediglich die Fahrt über die berühmte Seven Mile Bridge, die die Inseln der Keys miteinander verbindet, ist beeindruckend. Am frühen Nachmittag erreichen wir unser B&B Avalon.

Mallory-Square
Mallory-Square

Das Boutique Hotel gefällt uns wirklich richtig gut. Das Zimmer ist etwas klein aber die Unterkunft sehr schnuckelig, familiär und empfehlenswert. Wie so alle Unterkünfte auf Key West aber nicht ganz preiswert. Key West ist für seine Sonnenuntergänge berühmt berüchtigt, denn hier soll es einfach die allerallerschönsten geben. Wir sind gespannt. Fußläufig von unserem B&B befindet sich die nächste Sehenswürdigkeit, die Boje des Southernmost Point. Sie ist nicht zu verfehlen, denn hier sammeln sich die Menschenmassen. Sie alle wollen nur eins: sich am südlichsten Punkt der USA fotografieren. Uns ist es in Bojennähe viel zu voll und wir machen uns auf zum Mallory Square, dem Zentrum von Key West und dem Platz, auf dem die Sonnenuntergangsanbeter täglich den Sonnenuntergang anbeten … und wir sind jetzt mitten drin.

Die Sonne geht für unseren Geschmack allerdings genauso schön unter, wie in anderen Urlaubsländern auch und wir können den Hype und die Sunset-Celebration nicht so ganz nachvollziehen. Trotzdem mache ich gefühlt 3000 Fotos. Mehr Sight-Seeing ist an diesem Abend nicht mehr drin. Wir flanieren ein bisschen die Einkaufsstraße Duval Street hin und her und bestaunen beiläufig das Haus von Hemingway, der hier tatsächlich ca. 10 Jahre gelebt hat. Wir sind aber Kulturbanausen und ziehen zügig weiter.

5.5.2015

Avalon B&B Key West
Avalon B&B Key West

Das Frühstück im Avalon ist das beste, dass wir bisher in den Staaten bekommen haben. Es ist für jeden was dabei und es gibt genügend Auswahl an gesunden Lebensmitteln. Das Wetter ist heute nicht so schön, aber wir wollen trotz des drohenden Regens die Umgebung mit klapprigen Leihrädern erkunden. Und so umrunden wir Key West, vorbei am Friedhof, Hafen und Strandpromenaden etc. um anschließend völlig unvorhergesehen, in einer Kneipe zu versacken. Schuld ist ein Amerikaner, der uns an seiner Lebensgeschichte teilhaben lässt und einfach eine Runde nach der anderen bestellt. In der Fachsprache heißt so etwas Selbstläufer. Da wir nicht unhöflich sein wollten, geben wir uns seinem Redefluss und den spendierten Cocktails hin. Im Nachhinein frage ich mich, wann und wie wir die Fahrräder zurückgegen haben … ich weiß es tatsächlich nicht mehr.

Anschließend bestaunen wir erneut den der ultimativen Sonnenuntergänge – er ist vermutlich noch ultimativer als der von gestern und meine Speicherkarte zeigt wieder 2000 Fotos mehr an . Da wir uns den Sonnenuntergangssüchtigen nicht anschließen wollen, gehen wir in die Kneipe vom Nachmittag zurück und knüpfen bei tiefgründigen Gesprächen gekonnt da an, wo wir zuvor aufgehört haben. Der Abend endet hier.

6.5.2015

Boje Key West, Florida
Boje Key West, Florida

Wie fast jeden Morgen sind wir viel zu früh schlaflos. Das nutzen wir zu unserem Vorteil und flitzen zur Touri-Boje. Zwar sind wir nicht alleine, müssen aber nicht anstehen und haben genügend Zeit ein paar Fotos und Selfies zu schießen. So können wir an das To-Do-Bojen-Bild einen Haken setzen und ein letztes Mal leckeres Avalon-Frühstück genießen bevor wir zurück in Richtung Festland und nach Key Largo fahren.

Key Largos Tierwelt
Key Largos Tierwelt

Gegen Mittag erreichen wir schon das Motel Rock Reef Key Largo, da wir auf einen Stopp am Bahia Honda State Park verzichtet haben. Der Bahia Park ist bekannt für seinen vier Kilometer langen weißen Sandstrand, der uns aber vermutlich aufgrund unserer ultimativen Stranderlebnisse auf den Seychellen wenig beeindruckt hätte. Das Motel ist recht unauffällig, aber mit toller Gartenanlage, einem Pool und eigenem kleinen Strandabschnitt. Überall im Garten laufen kleine, große und größere Geckos umher oder sie sonnen sich auf den vielen großen Palmen.

Da uns der Garten und die dortige Ruhe so gefallen, bleiben wir den Rest des sonnigen Tages in einer der dort angebrachten Hängematten und sonnen uns zwischen den Echsen. Für morgen steht eventuell ein Schnorchelausflug auf dem Programm.

7.5.2015

Die Nacht war schrecklich unruhig, wir haben gefühlt kaum geschlafen und sind überhaupt nicht fit. Daher verzichten wir aufs Schnorcheln und machen uns zeitig auf den Weg ins 280 km entfernte Naples.

Naples Beach
Naples Beach

Wir erreichen das Best Western Naples Inn & Suites gegen Mittag. Das Hotel ist so, wie man es von den Best Western Hotels gewohnt ist. Schlicht und gut. Den Tag verbringen wir mit planlosem Erkunden der City und schlechtem Essen im Tommy’s Bahama. Ich frage mich, welcher Depp dieses Restaurant in einem Reisführer erwähnungswürdig findet? Selten haben wir so schlecht gegessen … und viel zu teuer ist es obendrein. Zudem konnte nicht mal unser Hunger gestillt werden und nach dem Hunger folgen auch noch Bauchschmerzen. Deshalb muss der geplante Ausflug zum Pier von Naples zwecks Sonnenuntergangbewunderung auf morgen verschoben werden.

8.5.2015

Sanibel Island Leuchtturm
Sanibel Island Leuchtturm

Nach einem guten Frühstück fahren wir nach Sanibel Island. Die Insel ist 60 km entfernt, liegt am Golf von Mexiko und ist berühmt für die angeblich schönsten Strände Floridas, an denen es die größten Muschelvorkommen der USA gibt. Zuerst besuchen wir den Sanibel Island Beach und den dortigen Leuchtturm. Bei Ankunft sind es nicht mal 11 Uhr und es ist so unfassbar heiß, dass wir es kaum aushalten. Leider sind keine schattigen Plätze zu finden und so hilft nur die Abkühlung im Meer. Länger als zwei Stunden halten wir es jedoch nicht aus und versuchen am anderen Ende der Insel, dem Bowman’s Beach, ein bisschen Schatten abzubekommen. Da auch hier die Gefahr besteht, zum Brathähnchen zu mutieren, treten wir nach einer weiteren Plansch-Stunde die Rückfahrt an. Der Ausflug nach Sanibel Island lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn uns die schönsten Strände Floridas rein optisch weniger verzückt haben.


Am Abend geht es dann zum Naples Pier, um wieder einen der schönsten Sonnenuntergänge zu bewundern. Und tatsächlich sind diese hier schöner als die in Key West … wer hätte es gedacht. Mit diesem ultimativen Naples-Sonnenuntergang-Bild im Kopf, können wir später zufrieden einschlafen.

9.5.2015

Everglades Nationalpark
Everglades Nationalpark

Wir fahren in der Früh in den Everglades Nationalpark. Ziel ist eine dieser beliebten Airboat Rides durch die Everglades. Nach ewigem Recherchieren von Rezensionen und Blogbeiträngen am Vorabend, entschließen wir uns für den Anbieter Corey Billie’s Airboat Rides.
http://www.cbairboatrides.com/
Kurzfristig gibt es dort für 11:30 Uhr noch freie Plätze, so dass wir die 90 minütige Wartezeit mit einer Wanderung auf einem der naheliegenden Nature Trails überbrücken. Wir bekommen dabei schon einige Alligatoren aus nächster Nähe zu sehen, halten aber ausreichend Sicherheitsabstand, auch wenn die Tiere so friedlich, langweilig und fast schon leblos aussehen, wenn sie sich in den Sonnenstrahlen aufwärmen.


Die Airboat-Tour dauert nur eine halbe Stunde. Der Guide rast dabei durch die Kanäle der Everglades, verpestet dabei Luft und Wasser und wie wir sehen, sehen wir eigentlich nichts. Dafür erzählt er angeblich viel Wissenswertes, wovon ich aber aufgrund seines Slangs nicht viel verstehe. Der ganze Spaß kostete 40 Dollar pro Person und ich muss sagen: für das Geld würde ich lieber 2 ½ Bier auf dem Ocean Drive trinken.
Auf der Rückfahrt machen wir noch einen kurzen Stopp-Over in der Innenstadt und dem Hafen von Naples. Der Marina Naples Bay ist mit seinen bunten Häuschen so wunderschön anzusehen. Im alternativen Örtchen Tin City lassen wir unseren letzten Abend hier ausklingen. Die beiden Tage haben für Naples und Umgebung völlig ausgereicht, so dass wir morgen zeitig nach Crystal River aufbrechen können. Die Fahrt von 5-6 Stunden nehmen wir gerne in Kauf, denn dort erwartet uns das nächste Abenteuer: Schnorcheln mit Seekühen (Manatees).

10.5. + 11.5.2015

Die Fahrt ist anstrengend, wir haben viel Verkehr und einige Staus, so dass wir die geplante Pause in Clearwater Beach, dem schönsten Küstenort Floridas, auf Eis legen. Nach 6 Stunden erreichen wir unser Motel, welches zwar direkt am Crystal River liegt, jedoch schäbig wie die Nacht ist. So schäbig, dass ich sogar den Namen verdrängt habe. Ich glaube, es war das Port Hotel & Marina.

Manatee Unterwasser
Manatee Unterwasser

Die Manatee-Tour haben wir vorab über den Anbieter Birds Underwater gebucht und startet morgen früh um 6 Uhr. Leider befinden wir uns den Nebensaison, es gibt derzeit nur vereinzelte Manatees in der Bucht und das Wasser ist um diese Jahreszeit nicht sonderlich klar. Der Vorteil ist, dass wir an dem Morgen das einzige Boot sind, das sich auf die Suche nach den dicken Seekühnen macht. Manatees mögen es gerne warm, deshalb ist die beste Zeit für eine solche Tour übrigens zwischen November und März, da das Wasser in und um Florida zu dieser Zeit außergewöhnlich warm ist.


Mit Neoprenanzug und professioneller Ausrüstung ausgestattet, geht es pünktlich um 6:30 Uhr mit dem Boot raus aufs Wasser. Es ist noch fast dunkel und das Wasser arschkalt. Wir haben aber Glück und dürfen diverse Seekühe streicheln und neben ihnen schwimmen und schnorcheln. Das Wasser ist an einigen Stellen wirklich so schmutzig, dass wir leider die Tiere gar nicht sehen, sondern nur ertasten und streicheln können. Der Guide erklärt uns ganz genau, worauf wir achten müssen und erzählt viel über die Lebensweise der Tiere. Das ist wirklich hoch interessant und unfassbar spannend. Mittlerweile sind wir an einer Stelle angekommen, an der das Wasser etwas klarer ist und wir können eine große Seekuh beim Fressen beobachten. Mit welcher Ruhe sie da durch das Wasser gleitet ist so schön anzusehen. Ein unvergessliches Erlebnis.

Manatee vom Boot aus
Manatee vom Boot aus

Um 10 Uhr ist der Trip beendet und der Guide richtet sich schon auf die Rückfahrt ein, als uns einige neugierige Manatees „umzingeln“, sich fast handzahm an die Wasseroberfläche begeben, um neugierig zu schauen, was wir denn da in ihrem Revier treiben. Vom Boot aus können wir sie fast noch besser beobachten, als unter Wasser.


Dieser Ausflug gehört mit zu den unvergesslichsten, die wir je gemacht haben. Manatees sind so pummelige schöne Tiere. Ein wunderbares Erlebnis und absolut zu empfehlen – auch in der Nebensaison. Da lohnt es, die Strecke nach Crystal River auf sich zu nehmen.
Wir checken nach Abschluss des Seekuh-Abenteuers aus und fahren nach Orlando. Unser Hotel ist das Comfort Inn & Suites und obwohl die Gäste-Bewertungen nicht allzu gut sind, sind wir positiv überrascht. Wir wissen noch nicht so recht, was wir in Orlando eigentlich machen wollen  und entscheiden uns beim kubanischen Abendessen, am kommenden Morgen in die Universal Orlando Resort, dem riesigen Freizeitpark, zu fahren. Nebenbei stornieren wir unsere geplante letzte Nacht in Fort Lauderdale und suchen ein günstiges Hotel nähe Miami Beach. Wir haben uns dazu entschlossen, unseren letzten Abend dort zu verbringen. Es hat uns dort zu gut gefallen und wir freuen wir uns darauf, noch einmal am Ocean Drive mitmischen zu können.

12.5.2015

Familienfoto mit den Simpsons
Familienfoto mit den Simpsons

Der Dollarkurs ist unverändert schlecht und so zahlen wir für einen (!!) Freizeitpark 108 Dollar pro Person (!!). Das Kombiticket für zwei Parks liegt bei ca. 180 Dollar und kommt für uns nicht in Frage. Für die Eintrittspreise könnte man auf dem Ocean Drive zwar nicht betrunken werden, das ein oder andere Bierchen wäre aber drin . Aufgrund des Preises und unserer geringen Leidenschaft zu Freizeitparks überlegen wir recht lange, ob es uns das wert ist aber wir sind nur einmal hier. Wieder getreu nach dem Motto: was kostet die Welt, begeben wir uns in das Freizeitpark-Abenteuer.

Rockit Rollercoaster
Rockit Rollercoaster

Es ist überraschend leer und wir müssen nirgends lange anstehen. Die ein oder andere Attraktion fasziniert und doch und wir nehmen tatsächlich alles mit. Vor der Achterbahn Rockit haben wir allerdings einen Heiden Respekt und überlegen ungelogen eine Stunde lang, ob wir uns wagen sollen oder nicht.

Rockit ist die höchste Achterbahn im Universal-Resort und startet vertikal nach oben, ganze 51 Meter hoch. Wir wagen uns und als sich der Bügel schließt, bereuen wir bitterlich . Aber nach 1:45 Uhr ist alles vorbei, wir haben überlebt, aber verzichten auf eine zweite Fahrt. Ein bisschen übel ist uns schon.
Alles in allem hat sich der Ausflug in das Universal Resort gelohnt, auch wenn der Eintrittspreis echt überteuert ist. Wir haben lange überlegt, für welchen der vielen Parks wir uns entscheiden sollen. Das Disneyland war auch ganz hoch im Kurs, da wir es aber aktionreicher wollten, haben wir uns dann für Universal entschieden. Tabu waren von Anfang an Themenparks wie SeaWorld, so etwas gehört unserer Meinung nach verboten.

 

13.5. + 14.05.2015

Der gestrige Abend ist entspannt zu Ende gegangen. Uns war von den vielen 3D-Effekten und Achterbahnen doch etwas mulmig, so dass wir nach dem Essen beim Kubaner unseres Vertrauens ins Bett gefallen sind.
Heute steht Daytona auf dem Plan. Die Stadt ist bekannt für die Rennstrecke Daytona International Speedway und dem 37 km langen Sandstrand, der mit Autos und Motorrädern befahren werden darf.

Daytona Beach
Daytona Beach

Ist ganz nett dort, wenn man aber wie wir, nichts für den Rennsport übrig hat oder Fahrzeugen an einem Strand eher weniger Beachtung schenkt, ist ein Besuch kein notwendiges Muss. Es war aber dennoch ein netter Ausflug und nach zwei Stunden haben wir auch alles Sehenswerte gesehen, so dass wir zurück nach Orlando fahren, um ein wenig im Stadtpark Lake Eola abzuschalten. Hier gefällt es uns gut und wir haben einen wunderbaren Blick auf die schöne Skyline der Stadt. Der Park hat aber ansonsten nicht viel zu bieten, ist aber eine schicke grüne Oase in der grauen Großstadt und alleine aufgrund des Ausblicks einen Ausflug wert.


Und wieder sind Bekannte von mir zur gleichen Zeit in Orlando. Helli kennt beide nicht, freut sich aber auf ein Treffen. Und so machen wir ein Date aus und wieder endet es unvorhergesehen chaotisch und verkatert, dafür aber in einer Freundschaft, die bis heut andauert (Grüße an Annika und Dennis) und in einer Liebe zu Pitchern.
Am nächsten Morgen reicht ein kurzer Blick von mir zu Helli, um zu wissen, wer unser schickes Fahrzeug vier Stunden nach Miami bewegen muss. Helli bekommt Gott sei Dank von der Fahrt nicht viel mit. Leider erreichen wir Miami viel später als gedacht.

Miami Beach
Miami Beach

Das spontan auserwählte Hotel James  ist eine einzige Katastrophe und mitunter das schäbigste Hotel, in dem wir je untergekommen sind. Aber da müssen wir durch … Also so wenig Zeit wie möglich im Hotel verbringen und ab zum Ocean Drive.

Und so geht unser letzter Abend in Florida zu Ende. Morgen früh um 11 Uhr geht der Flieger dann nach Curacao und wir können noch eine Woche im Paradies (wir dachten zumindest, dass es das sei) entspannen und Geburtstag feiern.

 

 

15.5.2015

Der Tag startet stressig. Die Nacht war die Hölle. Es war laut, es hat gestunken, das Bett war unbequem und wir hatten die halbe Nacht das Bedürfnis, uns am ganzen Körper zu kratzen. Lag aber vielleicht auch daran, dass wir im Internet von Bettwanzen gelesen haben, die im Hotel James zu Hause sind. Zu allem Überfluss finden wir den Flughafen nicht, das Navi versagt, der Tank ist fast leer und eine Tankstelle ist auch nirgends in Sicht. Die Zeit wird knapp, daher fokussieren wir uns auf die Flughafensuche und vernachlässigen das Spritproblem. Der Flughafen wird glücklicherweise noch rechtzeitig entdeckt und der Mietwagen muss dann eben so abgegeben werden. Der Woche Strandurlaub auf der C-Insel steht also nichts mehr im Wege.

Curacao von oben
Es geht nach Curacao

Um 14 Uhr landen wir auf Curacao. Schon beim Landeanflug bleibt das Karibik-Feeling aus, denn auf den ersten Blick sieht die Insel einfach nur vertrocknet und grau aus. Aber lassen wir uns mal überraschen. Die Bilder aus der Deutschland-sucht-den-Superstar-Staffel sprachen ja damals für sich. Unser ist Hotel ist das Morena Eco Resort.

„Eco“ ist ja immer so eine Sache. Wir haben die Kategorie„Selbstversorger“ gebucht, wir können also gegen Bezahlung an den Mahlzeiten teilnehmen, oder aber auch außerhalb essen oder in der Apartmentküche unser Essen selbst kredenzen. Wir werden das mal so und mal so handhaben. Das Resort liegt in der Jan Thiel Bucht und ist damit ein recht gut gelegener Ausgangspunkt, um bei Bedarf die Insel zu erkunden. Auf den ersten Blick macht das Hotel einen guten Eindruck. Wir entschließen uns aber dennoch, für die kommenden Tage einen Mietwagen über das Hotel zu buchen. Ein bisschen was wollen wir von der Insel schon sehen.


An diesem Tag geht nicht mehr viel, der fehlende und schlechte Schlaf der letzten Tage macht sich sichtlich bemerkbar und wir erkunden fußläufig die Umgebung, plündern den nahgelegenen Supermarkt und verbringen den restlichen Abend gemütlich auf der Veranda. Hier hat man auf jeden Fall seine Ruhe, von anderen Gästen bekommen wir kaum etwas mit. Beim Abendessen gönnen wir uns „All-You-Can-Eat-Wok“ … es schmeckt wirklich ausgezeichnet und so können wir uns anschließend nur noch durch die schöne und weitläufige Hotelanlage rollen.

16.5.2015

Herrlich. Es gibt beim Frühstück Brötchen und Käse und so viele andere Leckereien, dass wir uns austoben können. Anschließend wollen wir fußläufig die Jan Thiel Bucht besuchen, sie zu den beliebtesten Stränden auf Curacao gehören. Bei Ankunft fragen wir uns, ob wir hier richtig sind. Das gefällt uns gar nicht. Kaum Strand, eher Betonplatten und überhaupt nicht idyllisch. Schnell wieder weg, Mietwagen besorgen und zur Hauptstadt Willemstad heizen.

Willemstad
Willemstad

Willemstad gefällt uns hingegen richtig gut. Die bunte Häuserpromenade, das Markenzeichen von Curacao, sieht aus wie gemalt und so schauen wir uns in der Gegend ein wenig um. Die Stadt ist übersichtlich und wir finden uns schnell zurecht. Leider ist es nicht sonderlich sauber und hier und da laufen einige seltsame und dubiose Gestalten rum, um die wir ein großen Bogen machen, aber alles in allem wir mögen die Hauptstadt und halten uns gerne hier auf. Zum Abendessen sind wir pünktlich zurück im Hotel und genießen All-You-Can-Eat-Spareribs. Lecker!!

 

 

17.5.2015

Grote Knip
Grote Knip

Der Tag wird zum Erkunden der Insel und vor allem der Strände genutzt. Der Playa Kalki gefällt uns gar nicht, so dass wir uns zügig zur Kleinen Knip begeben. An diesem Strandabschnitt ist es schon ein bisschen besser und wir gehen auf Schnochelkurs, kehren aber nach kurzer Zeit enttäuscht um, um zur Grote Knip zu fahren. Der Grote Knip soll der ultimative Traumstrand sein und übernahm deshalb bei DSDS im Recall damals eine Hauptrolle. Der Strand ist überfüllt und überall liegen Müll und Zigarettenkippen. Auf einem noch halbwegs sauberen Fleckchen Sand lassen wir uns zum Sonne tanken nieder. Abschalten ist aufgrund der vielen Menschen und dem Müll, der durch den Wind über den Strand fegt, nicht möglich und so versuchen wir es an einem letzten Strand, der Playa Lagun.

Playa Lagun
Playa Lagun

Die Bucht ist optisch bis jetzt das Beste, was Curacao beachmäßig zu bieten hat. Aber auch hier wird auf Sauberkeit nur wenig geachtet. Uns ist leider die Lust vergangen, so dass wir im angrenzenden Restaurant nur eine Kleinigkeit essen und dann frustriert die Rückreise antreten. Das Abendessen im Restaurant Scampis haut uns ebenfalls nicht vom Hocker. Die Garnelen sind zwar lecker, aber ziemlich teuer und wir sind immer noch hungrig. Die Stimmung ist nicht mehr so ganz auf dem Höhepunkt, wir haben von Curacao doch irgendwie mehr erwartet. Karibisches Flair, endlose weiße Strände mit glasklarem, türkisfarbenen Wasser und genialen Schnorchelmöglichkeiten. Nichts davon konnten wir bisher finden. Stattdessen liegt überall Müll und das nicht nur an den Stränden sondern auch an den Straßenrändern und in den Waldstücken und Feldern. Das ist so traurig und schade … die Insel könnte ansonsten bestimmt was hermachen.

18.5. + 19.5.2015

Playa Mari
Playa Mari

Die Suche nach dem ultimativen Strand geht weiter und beginnt an der Playa Mari – auch ein Strand aus DSDS-Zeiten. Der Beach ist ganz nett, aber auch nicht das Gelbe vom Ei und optisch weit entfernt von dem, was die Kameras damals auf den Fernseher gezaubert haben. Vermutlich wurde für die TV-Aufzeichnung extra ein Aufräum-Team angekarrt und hat diverse LKW-Ladungen weißen Sand aufgeschüttet. Heute waren wir so schlau und haben vorsorglich eine Kühlbox mit ausreichend Bier dabei. Man kann sich ja bekanntlich auch Strände schön trinken.

Weiter geht’s zum Strand Cas’Abou – ebenfalls bekannt aus DSDS. Für uns persönlich der schönste Strand und deshalb bleiben wir für den Rest des Nachmittags mit unserer Kühlbox hier. Später schauen wir an der Caracasbaai vorbei. In der Bucht soll ein versunkenes Schiffchen liegen, also werfen wir uns in die Schnorchelausrüstung und suchen planlos die Bucht ab. Da sonst keine Menschenseele an dieser Stelle schnorchelt und die Umgebung auch eher nach Industrie ausschaut – nicht unweit von uns entfernt befindet sich eine Art Bohrinsel – vermuten wir, dass wir wohl etwas falsch verstanden haben und geben nach 45 Minuten Wrack-Suche auf.
Der Abend endet mit italienischem Essen und anschließendem Kaltgetränk auf der Veranda.

20.5.2015

Shete Boka Nationalpark
Shete Boka Nationalpark

Geplant ist eine Wanderung durch den Shete Boka Nationalpark im Norden der Insel. Wir erwarten von Vorneherein nichts Großartiges, aber so langsam wissen wir nicht mehr, was wir mit unserer Zeit auf der Insel anfangen sollen. Die Strände laden nicht gerade zum Verweilen ein, in Willemstad haben wir alles gesehen und zum Pool-Menschen wollen wir heute nicht mutieren. Also besuchen wir einen unspektakulären Nationalpark. Wir wandern ein bisschen kreuz und quer und alles sieht gleich aus. Die Wanderwege über Kies und Steinplatten sind nicht allzu anspruchsvoll und man hat einen netten Anblick über die steil abfallenden Felsklippen auf das offene und wilde Meer.

Zwischendurch wird es richtig laut, wenn die Wellen gegen die Klippen preschen und meterhohe Wasserfontänen entstehen. Das ist aber auch das einzig Sehenswerte. Wir freuen uns aber darüber, dass wir uns mal wieder ein bisschen bewegen können und zudem den Park für uns alleine haben. Generell kann man hier her, muss man aber nicht und ich frage mich, warum ich nach dem Besuch des Parks wieder hunderte von Fotos mehr auf meiner Speicherkarte habe .
Am Abend sind wir sehr müde, wollen aber geburtstagsbedingt unbedingt bis 0 Uhr wach bleiben, um pünktlich anzustoßen … um 23:45 Uhr geben wir uns unbeabsichtigt und völlig unverhofft dem Schlafbedürfnis hin. Voll ärgerlich.

21.5. + 22.5.2015

Unter Wasser-Shooting
Unter Wasser-Shooting

Der Morgen startet mit Sektfrühstück. Die letzten Tage haben wir uns selbst versorgt, aber zur Feier des Tages, gönnen wir uns Brötchen, Müsli, Aufschnitt, frisches Obst, Rührei und Sekt. Wir haben nicht viel vor und wollen den Tag ganz entspannt verbringen. Nur das mit dem Schiffswrack lässt uns keine Ruhe und so informieren wir uns an der Hotelrezeption über diesen ominösen untergegangen Kutter. Mit einer detaillierten Beschreibung fahren wir los und stellen fest, dass wir beim ersten Versuch, an der völlig falschen Bucht waren. An der richtigen Stelle ist schon deutlich mehr los und dort, wo die unzähligen Tauscherflossen aus dem Wasser ragen, wird es wohl sein.

Also rein ins kühle Nass und ab in die Menge. Das ist tatsächlich mal ein toller und seltener Anblick. Während sich die anderen Wasserratten schnell satt gesehen haben, genießen wir die Zeit alleine an der Stelle des Unglücks und können auch endlich in Ruhe unsere Unterwasserkamera nutzen. Hier macht allerdings nur Helli vor dem Boot als Unterwasser-Motiv Sinn, es gibt glaube ich keinen Menschen, der unter Wasser unfotogener ist, als ich es bin. Ohne Scheiß. 

Wrack gefunden!
Wrack gefunden!

Der Geburtstagsausflug war also erfolgreich und wir beschließen, den Rest des Tages ausnahmsweise am Pool zu verbringen. Jetzt ist die Unterwasserkamera auf Betriebstemperatur und wird mit Sicherheit für den einen oder andern Schnappschuss sorgen. Und das tut sie auch. Wir verbringen einen wunderbar entspannten und witzigen Resttag in der Hotelanlage – vermutlich der schönste Tag auf der Insel – bevor es morgen dann zurück in die Heimat geht. Die Woche auf Curacao war uns persönlich einfach zu lange und wir freuen uns sogar wieder auf Zuhause und geregelte und durchgetaktete Tagesabläufe.


Die Rückreise verläuft absolut reibungslos. Bei der Zwischenlandung in Miami werden wir allerdings kurz wehmütig und möchten am liebsten noch ein paar Tage hier bleiben, um uns vom Curacao-„Schock“ zu erholen. Für die Wunschvorstellung „Durchbrennen“ bleibt aufgrund des kurzen Aufenthaltes jedoch keine Zeit und so befinden wir uns auf der Zielgeraden nach Hause. Dann müssen wir eben irgendwann ein zweites Mal nach Florida kommen, alleine schon wegen der kubanischen Sandwiches und um einmal die Manatees in der Hauptsaison in voller Pracht erleben zu können.

Unser Fazit

Entweder man liebt Kalifornien oder Florida. Beides geht ja (angeblich) nicht. Wir gehören definitiv zum Team Florida. Dieses karibische Flair, die endlosen Stände und die Mentalität der Menschen sagen uns einfach mehr zu. Landschaftlich kann Florida mit Kalifornien nicht mithalten, keine Frage, aber das Gesamtpaket Florida inkl. der niedlichen Manatees, köstlichen kubanischen Sandwiches und dem abgefahrenen Ocean Drive haben uns schlichtweg überzeugt. Manchmal braucht es eben mehr, als „nur“ landschaftliche Vorzüge und Natur.
Curacao hingegen hat unsere Erwartungen leider gar nicht erfüllt. Selten haben wir eine so vermüllte und dreckige Umgebung gesehen. Die Strände sind nichts Besonderes und keinesfalls das ultimative Paradies, wie man sich das vielleicht vorstellt. Im Gegenteil. Wir sagen im Nachgang unserer Reisen äußerst selten, dass wir ein Reiseziel nicht noch einmal besuchen würden. Curacao gehört jedoch leider dazu. Vielleicht würde sich ein Besuch oder ein Kurztrip eher im Rahmen eines Insel-Hoppings der ABC-Inseln (Aruba, Bonaire und Curacao) in der Karibik anbieten.

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